Am Feuerwehrhaus Groß Aschen Richtfest in Melle wird zum geselligen Dorffest

Gemeinsame Freude über das Richtfest: Andreas Dreier, Günter Oberschmidt, Stefan Bäunker, Christina Tiemann, Dieter Niermann, Jörg Reinert, Rainer Schlendermann und Hartmut Rahe (von links).  Fotos: Norbert WiegandGemeinsame Freude über das Richtfest: Andreas Dreier, Günter Oberschmidt, Stefan Bäunker, Christina Tiemann, Dieter Niermann, Jörg Reinert, Rainer Schlendermann und Hartmut Rahe (von links). Fotos: Norbert Wiegand

Riemsloh . Zehn Wochen nach der Grundsteinlegung feierte Groß Aschen am Freitagabend das Richtfest für sein neues Feuerwehrhaus. Zum „denkwürdigen Tag“, wie es mehrere Redner formulierten, tummelten sich mehr als 200 Gäste auf dem Platz vor der Alten Schule, an dem auch das neue Feuerwehrhaus entsteht.

Das ursprünglich schon vor fünf Jahren geplante Gebäude soll jetzt aber noch bis zum Ende dieses Jahres fertig gestellt werden, kündigte Ortsbrandmeister Hartmut Rahe in seiner Ansprache an.

 „Die 250 Quadratmeter große neue Halle bietet Platz für zwei Fahrzeuge, dazu kommen noch moderne Umkleiden Schulungsräume und Sanitäranlagen“, erklärte Architekt Stefan Bäunker. Ein weiterer Teil des Eine-Million-Euro-Projektes werde der Umbau der angrenzenden ehemaligen Garage in eine Werkstatt. „Unsere neue Werkstatt wird dann den neuesten technischen Anforderungen entsprechen“, merkte der stellvertretende Ortsbrandmeister Jörg Reinert an.

Zwischen den beiden Gebäuden soll ein Verbindungsgang entstehen. Mit der geplanten Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses zum Jahresende hat dann auch die jahrelange Behelfslösung ein Ende, bei der Nachbar und Feuerwehrmann Friedel Schröder seine private Scheune für ein Feuerwehrfahrzeug zur Verfügung stellte.

Hartmut Rahe freute sich, dass er trotz starker Regenfälle so viele feiernde Gäste auf dem Gelände begrüßen konnte, darunter auch Stadtbrandmeister Rainer Schlendermann, Melles Erster Stadtrat Andreas Dreier, der stellvertretende Feuerwehrausschuss-Vorsitzende Dieter Niermann, zahlreiche Vertreter von Rat und Verwaltung der Stadt sowie Abordnungen benachbarter Feuerwehren.

Sichtbare Verbundenheit

Passend zur witterungsbedingt etwas verspäteten Eröffnung ließ der Regen nach und hörte im Laufe des Abends ganz auf.

Eine weiterhin „unfallfreie Bauzeit und möglichst wenig Einsätze bei Schadensfeuern“ wünschte Riemslohs Ortsbürgermeister Günter Oberschmidt der Freiwilligen Feuerwehr in ihrem neuen Gebäude. „Hier wird gerade Bedeutendes vollbracht“, überbrachte Christina Tiemann Grüße von Verwaltung und Stadtrat. „Die von der Dorfgemeinschaft so schön gestaltete Richtkrone zeigt, wie eng verbunden die Groß Aschener mit ihrer Feuerwehr sind“, ergänzte Melles stellvertretende Bürgermeisterin.

Das Setzen des Richtkranzes auf dem First übernahm Zimmermeister Marcel Schmidt mit seinen Assistenten. Für die Aufrichtung im Lot waren aber Hartmut Rahe und Christina Tiemann am Boden verantwortlich. Trotz Stein am Seil brauchten sie eine ganze Weile und so einige Schnäpse, bis der Richtbaum endlich seine richtige Position gefunden hatte. Schließlich konnte der Zimmermeister seinen traditionellen Richtspruch verkünden, in dem es unter anderem hieß: „Möge in diesem Bau Eintracht und Zufriedenheit herrschen alle Zeit.“

„So ein Ereignis muss gebührend gefeiert werden“, eröffnete Hartmut Rahe nach dem offiziellen Teil das Fest für das kleine Dorf Groß Aschen, das mit weniger als 400 Einwohnern bald eine der modernsten Freiwilligen Feuerwehren hat.

Ein „denkwürdiger Tag“ ist das Richtfest für das neue Feuerwehrhaus für Ortsbrandmeister Hartmut Rahe.



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