Literaturfest mit Premiere Ein Buch wird Stadtgespräch in Melle

„Unsere Stadt liest ein Buch“: Das Motto soll Realität werden, hoffen Maren Kleine-König und Astrid Voß, Susanne Mamzed, Birgit Pietsch,  Michael Kottmann (VGH) und  Reinhard Scholz (von links). Foto: Petra Ropers„Unsere Stadt liest ein Buch“: Das Motto soll Realität werden, hoffen Maren Kleine-König und Astrid Voß, Susanne Mamzed, Birgit Pietsch, Michael Kottmann (VGH) und Reinhard Scholz (von links). Foto: Petra Ropers

Melle. Ein Buch reist durch Niedersachsen und macht dabei auch in Melle Station: Die Kommune ist eine von vier Städten landesweit, die zum Literaturfest Niedersachsen mit einem ganz besonderen Programm punkten. „Unsere Stadt liest ein Buch“, heißt es ab Mittwoch, 31. Juli.

Das Literaturfest bringt damit zum ersten Mal die Menschen in Melle zum Buch und auch zueinander. Die Details stellten Literaturfest-Intendantin Susanne Mamzed, Bürgermeister Reinhard Scholz, VGH-Direktor Michael Kottmann, Birgit Pietsch von der Stadtbibliothek sowie Maren Kleine-König und Astrid Voß vom städtischen Kulturamt jetzt in der Alten Stadthalle vor. Die VGH unterstützt das Literaturfest. 

„Unsere Stadt liest ein Buch“: Dieses Motto versetzte bereits Metropolen von Chicago bis Wien in ein wahres Lesefieber. Nun wird beim Literaturfest Niedersachsen ein Buch zum Stadtgespräch. „Die Geschichte der Frau“ von Feridun Zaimoglu steht dabei landesweit – und auch in Melle – im Mittelpunkt. In der Stadtbibliothek und den Ortsbüchereien, in Cafés und der Buchhandlung Sutmölller liegt das Buch zum Schmökern vor Ort aus. Kleine Lesungen und große Veranstaltungen regen an verschiedenen Orten zum Weiterlesen und zum Austausch an.

Als „großen literarischen Gesang auf zehn außerordentliche Frauen“ beschreibt Intendantin Susanne Mamzed das Werk, das bereits für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert wurde. Der Roman lässt Frauen von Antigone und Brunhild über Judith bis zur Trümmerfrau Hildrun Tilmanns zu Wort kommen und wählt dabei für jede Frau einen individuellen sprachlichen Duktus. „Mut“ lautet das übergreifende Thema des diesjährigen Literaturfestes.

Und Mut bewiesen nicht nur die Frauen in Zaimoglus Roman, sondern auch Julia Leeb. Die Münchener Fotojournalistin berichtete bereits aus Kriegs- und Krisengebieten auf der ganzen Welt. Gemeinsam mit Autor Feridun Zaimoglu kommt sie als Abschluss der Veranstaltungsreihe am Dienstag, 17. September, zu Lesung und Austausch in die Alte Stadthalle. Den Auftakt macht am Mittwoch, 31. Juli, ein literarischer Gesprächsabend, der in der Stadtbibliothek auf „Unsere Stadt liest ein Buch“ einstimmen soll. Kurzlesungen in der Stadt

Zwischen beiden Veranstaltungen liegen Kurzlesungen an verschiedenen Orten. Dabei lesen Freifrau Sabine von Richthofen, Bürgermeister Reinhard Scholz, die stv. Bürgermeisterin Silke Meier, der ehemalige Gymnasiallehrer Hans-Georg Haarmann und Pastor Michael Wehrmeyer.

Poetry-Slams rund um das Thema Frauen und Courage präsentieren in einer Slamrevue am Donnerstag, 12. September, Rita Apel, Tabea Farnbacher und Leticia Wahl in der Alten Stadthalle. 


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