Auf der Drehleiter in luftige Höhen Kinder aus Weißrussland genießen Programm in Melle

Von Marita Kammeier

Auf Drehleiter ist es am schönsten: Anna, Wassilia und Valeria winken aus 30 Meter Höhe. Foto: Marita KammeierAuf Drehleiter ist es am schönsten: Anna, Wassilia und Valeria winken aus 30 Meter Höhe. Foto: Marita Kammeier

Melle. 38 Ferienkinder aus Gomel/Weißrussland haben ereignisreiche Wochen bei ihren deutschen Gasteltern verbracht. "Das ist aufregend mit vielen Emotionen", sagt Dolmetscherin Swetlana, die der Feriengruppe das vielfältige Programm mit Spiel, Spaß und Ausflügen jeden Tag erklärt und übersetzt.

"Am liebsten jeden Tag ins Freibad", so lauten die Wünsche der kleinen Weißrussen. 13 Kinder sind das erste Mal zu Besuch in Deutschland und vor allem fern von ihren Eltern. Das ist sehr mutig, denn viele Gewohnheiten kennen sie von daheim nicht.   

Trampolinspringen

So staunten die Neuen zum Beispiel über lange Essenszeiten und freuten sich über das tägliche Verwöhnprogramm in den Gastfamilien. Eine große Faszination übt das Schwimmen im Freibad aus, insbesondere bei den warmen Temperaturen. Sehr beliebt ist das Springen auf dem Trampolin, weil die Ferienkinder das noch nie erlebt haben.

Aufregend war auch ein Vormittag bei der Freiwilligen Feuerwehr in Melle-Mitte. In mehreren Gruppen erkundeten die kleinen Weißrussen mit Pascal Petersmeier, Sascha Leerkamp und Paul Finder, der seine Russischkenntnisse aktivierte, das Gebäude mit neuen Räumen. Führungen und Informationen über die vielseitigen Einsätze und Spezialgeräte der Brandbekämpfer wechselten dabei mit Spiel und Spaß.

Lässig winken Olga und Basha aus dem Feuerwehrfahrzeug. Foto: Marita Kammeier


Ein absoluter Höhepunkt waren jedoch die Fahrzeuge und die 30 Meter hohe Drehleiter, auf der Kinder gen Himmel schwebten. "Das ist so toll im knallroten Auto über den Hof zu fahren", erklärten Olga und Basha, während sie fleißig aus dem Frontfenster winkten.

Aufenthalt beendet

Jelisey und Sergej schwebten bereits mit Sebastian Metz-Schneidenbach über dem Dach des Feuerwehrhauses. Ein unvergesslicher Traum für die Kinder, nur zwei verzichteten aus Angst auf den Einsatz. Wassilia, Anna und Valeria fuhren begeistert dreimal in die Höhe.   

"Jetzt ist es genug, wir müssen zum Essen zuhause sein", mahnten Pastor Christoph Stiehl und Klaus Hinck. Schweren Herzens trennten sich die Kinder und riefen den Feuerwehrleuten ein lautes "Dankeschön" zu.

Das vierwöchige Programm, organisiert vom Arbeitskreis der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Petri ist jetzt leider zu Ende. Am Mittwoch ging es für die Kinder und Dolmetscherinnen zum Flughafen nach Hannover, um dort den Heimflug anzutreten. Eltern und Geschwistern warten bereits sehnsüchtig auf das Wiedersehen und vor allem auf Geschichten aus Melle.

 



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