Künstlerische Projektwoche Förderverein der Schule Wellingholzhausen feiert "25-Jähriges"

Einstrich-Poträts der Erstklässler zeigen Janna, Freya und Finja (vorne von links) sowie Klaus Braun, Karola Eisenblätter, Claudia Pabst-Möller, Anke Bockrath und Andrea Tietz (hinten von links). Foto: Norbert WiegandEinstrich-Poträts der Erstklässler zeigen Janna, Freya und Finja (vorne von links) sowie Klaus Braun, Karola Eisenblätter, Claudia Pabst-Möller, Anke Bockrath und Andrea Tietz (hinten von links). Foto: Norbert Wiegand

Wellingholzhausen . Eine geballte Ladung erstaunlicher, teils nachdenklicher und pfiffiger Kunstwerke präsentierten 200 Schüler der Grundschule Wellingholzhausen aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Fördervereins mehr als 600 Gästen bei einem bunten Fest.

Die Kunstwerke waren zuvor in einer Projektwoche in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle Bielefeld entstanden. Bei dem großen Projekt handelte es sich um ein Jubiläums-Geschenk an die Schule.

„Einstrichzeichnungen“ 

Zahlreiche Porträts der Erstklässler, die sie mit einem Strich ohne Absetzen des Bleistiftes gezeichnet hatten, wurden von den Festgästen schon gleich im Eingangsbereich der Schule als außergewöhnliche „Einstrichzeichnungen“ bewundert. An einer endlos erscheinenden Flurwand im Obergeschoss waren die beeindruckenden farbigen Linoldrucke von Zweitklässlern zu sehen.

Künstlerische Einblicke in das kindliche Leben geben Mike Eckjans und Carlotta Seling in ihren gestalteten Ensembles im Schuhkarton. Foto: Norbert Wiegand


Mit vielsagenden Ensembles im Schuhkarton zum Thema „Kind sein“ gaben Viertklässler kreative und künstlerische Einblicke in ihr Leben. Auf Skulpturen konzentrierten sich Drittklässler. Viele Werke waren in Gruppenarbeit aus Alufolie gefertigt worden. Aber auch Gebäude aus Zahnstochern, die mit wieder hart gewordenen Erbsen verbunden waren, waren im Klassenraum ausgestellt. Mit einem Schild „Frag mich!“ standen Schüler Kunstinteressierten bei Führungen zur Verfügung.

Drittklässlerin Rima Steffen berichtete von ihren Erfahrungen in der Bielefelder Kunsthalle: Im dortigen Skulpturenpark hatten die Schüler das Anfertigen von Skizzen geübt und viele weitere Anregungen für kreatives Gestalten bekommen. Zum einwöchigen Kunstprojekt gehörte auch für alle Jahrgänge ein Tag in der Kunsthalle. An den anderen Tagen waren vier Mitarbeiter der Kunsthalle in der Wellinger Schule im Einsatz.

„Mit dieser Projektwoche hat unser Förderverein unseren Schülern ein beeindruckendes Erlebnis geschenkt und ganz neue Erfahrungen ermöglicht“, dankte Schulleiterin Andrea Tietz dem Förderverein. „Kunst und Kultur ist ein wichtiger Bereich, den wir mit unseren derzeit 160 Mitgliedern gerne fördern wollen“, erklärte Claudia Pabst-Möller vom Fördervereins-Vorstand. Die Vorsitzende Anke Bockrath wies auf viele weitere kulturelle Aktivitäten hin - von der Theaterfahrt bis zum Leseabend. Es gäbe auch immer wieder Unterstützung von Eltern, deren Kinder schon lange die Schule verlassen haben.

Luftballonwettbewerb

Allein beim Schulfest zum Abschluss der Projektwoche seien 77 Eltern ehrenamtlich im Einsatz, erklärte Bockrath. Auf dem Schulhof und im zum Museum umfunktionierten Gebäude herrschte nach dem Start des Luftballonwettbewerbes reges Treiben. An Ständen ließen sich Kinder schminken, sie tobten in der Hüpfburg, es wurden kunstvolle Buttons gedruckt, es gab ständig frisches Popcorn und ein Kuchenbuffet mit riesiger Auswahl.

Linoldrucke von Zweitklässlern reihten sich scheinbar endlos an einer Flurwand auf. Foto. Norbert Wiegand


Das große Engagement des Fördervereins lobte auch Reinhard Scholz. Melles Bürgermeister erinnerte daran, dass der Verein in den 25 Jahren seines Bestehens schon 150.000 Euro für die Schule aufgebracht habe und lange in der Nachmittagsbetreuung aktiv war. „Fördervereine sind unverzichtbar“, lautete das Fazit seiner Ansprache.

„Unser Versuch, auch außerhalb der Kunsthalle aktiv zu werden, ist geglückt“, freute sich Karola Eisenblätter über den erfolgreichen Verlauf und Abschluss des Kunstprojektes mit 200 Kindern. „Wir wollen demnächst öfter Kunst und Kultur auch in die Orte bringen“, stimmte ihr Kollege Klaus Braun zu. Die freien Mitarbeiter der Kunsthalle kündigten an, dass gelegentlich ein Shuttle-Bus der Kunsthalle auch zum kostenlosen Abholen von Schulkindern zur Verfügung steht.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN