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22.05.2019, 14:44 Uhr KOMMENTAR

Wurde der Meller Bach bewusst oder fahrlässig verschmutzt?

Ein Kommentar von Michael Hengehold


Im Meller Sandbach sind starke Verunreinigungen aufgetreten. Die bräunlichen, schlammartigen
Ablagerungen werden umgangssprachlich als Abwasserpilze bezeichnet. Foto: Polizei OsnabrückIm Meller Sandbach sind starke Verunreinigungen aufgetreten. Die bräunlichen, schlammartigen Ablagerungen werden umgangssprachlich als Abwasserpilze bezeichnet. Foto: Polizei Osnabrück

Melle. Ein 650 Meter langer Abschnitt des Meller Sandbachs und ein kleines Stück des Laerbachs sind stark verunreinigt. Im Verdacht, der Verursacher zu sein, steht eine Biogasanlage. Das wirft zunächst einmal zwei wichtige Fragen auf, findet unser Kommentator.

Die Verschmutzung des Sandbachs und eines kleinen Abschnitts des Laerbachs weckt natürlich sofort ungute Erinnerungen an 2015, als in Redecke zehntausende Liter Gülle in den Violenbach liefen. Damals aus einer Biogasanlage und auch aktuell sieht es sehr danach aus, als ob die Verunreinigungen von einer Biogasanlage ausgingen.

Der Unterschied ist allerdings, dass es sich damals um eine Havarie, eine Betriebsstörung, handelte. Sprich: es war ein Unfall.

Womit Melle es im vorliegenden Fall zu tun hat, ist aus Sicht der Ermittlungsbehörden noch nicht geklärt. Klar ist lediglich, es trat eine geringe Menge aus, jedoch kontinuierlich über einen längeren Zeitraum.

Das wirft zunächst zwei Fragen auf: Welche Schäden haben Sand- und Laerbach davon getragen? Und: Ist die Einleitung bewusst oder fahrlässig geschehen? 


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