Ortsrat: Oberschule ist zu klein Neuenkirchen fordert Schul-Erweiterung von Stadt Melle

Gesperrt: Der Radwegbau an der Holterdorfer Straße kommt gut voran, aber die Verlegung der Glasfaserkabel leidet laut Ortsbürgermeister Karl-Heinz Gerling unter einer „schlechten Bauausführung“. Foto: Norbert WiegandGesperrt: Der Radwegbau an der Holterdorfer Straße kommt gut voran, aber die Verlegung der Glasfaserkabel leidet laut Ortsbürgermeister Karl-Heinz Gerling unter einer „schlechten Bauausführung“. Foto: Norbert Wiegand

Neuenkirchen. Sandra Apeler, Leiterin der Wilhelm-Fredemann-Oberschule, hat dem Ortsrat den Stand der Sanierungsarbeiten vorgestellt: „Es sieht ganz gut aus“, sagte sie zum Fortgang der Bauarbeiten parallel zum Schulbetrieb. Unabhängig davon ist das Gebäude jedoch angesichts steigender Schülerzahlen zu klein.

Mit dem Abschluss der Sanierung dürfe nach ihrer Einschätzung im Frühjahr 2020 gerechnet werden: „Dann haben wir ein schickes und schönes Gebäude“, so Apeler. Sie wies allerdings auch auf den „echten Minuspunkt“ der fehlenden Mensa hin. Außerdem zeichne sich angesichts deutlich gestiegener Schülerzahlen für das fertig sanierte Gebäude ein Fehlbedarf an Räumen ab: „Für 19 Klassen stehen nur 17 Räume zur Verfügung. Es fehlen ein naturwissenschaftlicher Fachraum, mehrere Differenzierungsräume und Parkplätze.“

Einstimmig für eine neue Gebäudekonzeption 

„Die Schule steht an ihrer Kapazitätsgrenze“, erklärte dazu Karl-Heinz Gerling (CDU) am Mittwochabend im Neuenkirchener Feuerwehrhaus. Mit den Planungen für eine Erweiterung müsse jetzt begonnen werden, ergänzte der Ortsbürgermeister. „Die auf 380 Schüler und 52 Lehrkräfte angewachsene Schule leidet jetzt unter ihrem eigenen Erfolg“, meinte Alfred Reehuis (Grüne). „Damit der attraktive pädagogische Standard gehalten werden kann, brauchen wir eine bauliche Erweiterung mit Mensa, Klassenzimmern und Differenzierungsräumen.“ „Gleiche Standards für alle Meller Oberschulen“ forderte Elisabeth Aryus-Böckmann (CDU) ein. Mit einem einstimmigen Votum erneuerte der Ortsrat seinen Beschluss, ein neues Gebäude zu konzipieren, das dem städtischen Raumprogramm entspricht.

Oftmals zugeparkte Wieboldstraße

Schon in der Einwohnerfragestunde hatte Ilse Kreiensiek, eine von acht Zuhörern, auf die zu Schulanfangs- und Schulschlusszeiten oftmals zugeparkte Wieboldstraße im Umfeld der beiden Schulen hingewiesen. „Die Straße ist dann mit den ganzen Bussen und gelegentlichen Lkw unübersichtlich und total voll“, bestätigte Sandra Apeler die Schilderungen der Anwohnerin. Diese beklagte sich außerdem darüber, dass Tempo 30 in staufreien Zeiten ständig missachtet werde und schlug die Einrichtung einer Einbahnstraße vor.

Um das Verkehrschaos kümmert sich ein Arbeitskreis

Zusätzliche Parkplätze regte Eike Krystosek (CDU) an. Dirk-Heinrich Paland (FDP) sprach das Thema „Schülerlotsen“ an. „Es gibt erfolgreiche Modelle, mit dem Verkehrschaos an Schulen und Kindergärten umzugehen – diese sollten wir uns mal genauer anschauen und dann Lösungen für unsere Wieboldstraße entwickeln“, meinte Elisabeth Aryus-Böckmann. Daraufhin beauftragte der gesamte Ortsrat den zuständigen Arbeitskreis, diesen Vorschlag umzusetzen und die Ergebnisse dem Stadtteilparlament zur weiteren Beratung vorzulegen.

„Die Arbeiten am Radweg entlang der derzeit gesperrten Holterdorfer Straße liegen im Plan“, darüber informierte der Karl-Heinz Gerling als Ortsratsvorsitzender die Stadtteilparlamentarier. Allerdings mache die dort ebenfalls stattfindende Verlegung der Glasfaserkabel Probleme, es handele sich um eine äußerst schlechte Bauausführung.


Notizen aus der Sitzung 

Kita St. Annen

In der Kita St. Annen, die neuerdings als Außenstelle des Riemsloher Kindergartens betrieben wird, wird die Einrichtung einer Nachmittagsgruppe angestrebt. Darüber informierte Roswitha Bockstette (SPD).

Kein Matschbecken

Da es auf dem Spielplatz am Oberesch keinen Bedarf für ein Matschbecken gibt, votierte der Ortsrat einstimmig für die Entfernung der dortigen Wasserleitung.

72-Stunden-Aktion

Die 72-Stunden-Aktion der Landjugend unterstützt der Ortsrat mit 300 Euro.

Weniger Wahlplakate

Für eine Begrenzung der Wahlplakate auf vier Standorte an den Einfallstraßen sprach sich Erwin Gardlo (SPD) aus.


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