Brut könnte der Tod drohen Wer hat den verletzten Storch in Melle gesehen?

Gesucht wird in Melle ein Storch, dessen rechtes Bein – anders als bei diesem gesunden Exemplar – herunterhängt. Foto: Colourbox.deGesucht wird in Melle ein Storch, dessen rechtes Bein – anders als bei diesem gesunden Exemplar – herunterhängt. Foto: Colourbox.de

Melle. Am Mittwoch erreichte unsere Redaktion ein dringender Appell des Leiters der Storchenstation Osnabrück, Volker Herkt: Gesucht wird in Melle ein Storch, dessen rechtes Bein herunterhängt. Er wurde mehrfach im Bereich des Ludwigsees gesehen.

Eine Anwohnerin hatte Herkt informiert. Der will den Stoch einfangen, um ihm so das Leben zu retten. „Vermutlich hat der Vogel eine Kollision mit einem Auto oder einem Stromkabel hinter sich“, vermutet der Experte.

Aber ihm geht es nicht nur um die Rettung dieses einen Storches. Herkt verwies darauf, dass 90 Prozent der Störche in Deutschland paargebunden sind. Daher ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der verletzte Storch in der Nähe gemeinsam mit dem Partner in einem Nest Junge aufzieht. Fehlt ein Partner, endet das für die Brut und den anderen Vogel auf dem Nest tödlich. „Die gehen alle kaputt“, stellte Herkt fest. 

Hier ist die Storchenwelt in Ordnung: Anders könnte es in einem Meller Nest aussehen, weil möglicherweise ein Elterntier verletzt ist. Foto: dpa

Zum einen könne ein Storch allein nicht genügend Nahrung für den Nachwuchs herbeibringen. Außerdem gerät das Tier in eine Interessenkollision, denn es will das Netzt schützen und muss gleichzeitig füttern. „Dabei verzehrt sich der Vogel“, berichtete Herkt von entsprechenden Erfahrungen.

Er bitte daher nicht nur um Meldungen auf den Standort des verletzten Storches, sondern bittet auch Anlieger von Storchennestern um ihre Mithilfe. Sollte dort nur noch ein Storch am Nest zu sehen sein, müsste dieser Standort möglichst schnell mitgeteilt werden. „Dann kann ausnahmsweise durch Zusatzfütterung geholfen werden und ich zeige, wie das geht“, sagte Herkt.

Entsprechende Hinweise erbittet er jederzeit an die Storchenstation in Osnabrück unter seiner Handynummer: 0171/7777320. 


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