Niedersachsen stellt 522 Millionen Euro bereit Meller Schulen profitieren vom Digitalpakt

Niedersachsens Schulen sollen dank einer Förderung von einer halben Milliarde Euro ihre Schüler besser auf das digitale Zeitalter und seine Herausforderungen vorbereiten können. Foto: dpaNiedersachsens Schulen sollen dank einer Förderung von einer halben Milliarde Euro ihre Schüler besser auf das digitale Zeitalter und seine Herausforderungen vorbereiten können. Foto: dpa

Melle. Die Digitalisierung an den niedersächsischen Schulen geht mit großen Schritten voran. Allein 522 Millionen Euro stehen für die Ausstattung mit Tablets und Computern zur Verfügung. Davon können auch die Schulen in Melle profitieren.

Von einem "kräftigen Schluck aus der Pulle" sprach Erster Stadtrat Andreas Dreier in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bildung und Sport. Dort gab er Einzelheiten zum Digitalpakt bekannt. Demnach setzt sich das 522 Millionen schwere Paket aus 470 Millionen Euro seitens des Bundes und aus dem Sondervermögen Digitalisierung des Landes mit einem Volumen von 52 Millionen Euro zusammen: "Erfreulich ist, dass damit der vom Bund geforderte zehnprozentige Eigenanteil nicht an die Schulträger weitergereicht wird, sondern in Gänze vom Land getragen wird", freute sich Andreas Dreier.

Zwei Säulen

Nach aktuellem Stand wird es für die Auszahlung des Geldes an die Schulen zwei Säulen geben: Rund ein Fünftel der Gesamtsumme fließt in einen Sockelbetrag, wobei alle Schulen jeweils 30000 Euro erhalten: "Ausnahme sind sehr kleine Schulen mit weniger als 60 Schülern, sie erhalten etwas weniger Geld", erklärte der Erste Stadtrat. Darüber hinaus soll jedem Schulträger ein Kopfbetrag pro Schüler zusehen, der nach einem eigenen Schlüssel auf die Schule verteilt werden kann.

Anträge können die Kommunen ab August diesen Jahres stellen. Insgesamt drei Jahre haben sie Zeit, ihre Anträge zu stellen, wobei diese auch gestückelt werden können. Klare Vorgaben, was mit dem Geld finanziert werden kann, gibt es nicht: "So wird die Anschaffung von Tablets erst möglich sein, wenn die technische Infrastruktur dafür zur Verfügung steht, die hat absolute Priorität", sagte Andreas Dreier.

Höhere Beiträge für Melle

Der administrative Aufwand dürfe nicht vergessen werden: "Der wird erheblich steigen", untermauerte Dreier. Der Verein für Netzwerkbetreuung im Osnabrücker Land, der die Administration für die Schulträger übernimmt, wird sein Personal in den nächsten Jahren erheblich aufstocken: "Das wird auch für Melle zu deutlichen höheren Beiträgen führen". Die Mehrausgaben werden in den Nachtragshaushalt eingestellt. Weitere Einzelheiten will die Stadt mit den Schulleiterin erörtern.


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