Berufsbildende Schulen Schüler schnuppern in Melle in die Berufswelt hinein

Von Conny Rutsch

Am Stand der Niels-Stensen-Kliniken Melle zeigte Pflegerin Celina Leipner den Schülerinnen Emilia und Annalena (von links), wie Kompressionsstrümpfe ausgemessen werden. Foto: Conny RutschAm Stand der Niels-Stensen-Kliniken Melle zeigte Pflegerin Celina Leipner den Schülerinnen Emilia und Annalena (von links), wie Kompressionsstrümpfe ausgemessen werden. Foto: Conny Rutsch

Melle. Welchen Beruf kann eine Frau bei der Bundeswehr erlernen? Und wie werden Kompressionsstrümpfe ausgemessen? Fragen über Fragen stellten am Dienstag etwa 560 Jugendliche aus sechs Meller Schulen und einer Oberschule aus Bissendorf beim großen Berufsorientierungsparcour (BOP) in den Berufsbildenden Schulen (BBS).

Zum sechsten Mal organisierten Ina Wien von der Stadt Melle und Magdalena Brosda, Übergangsmanagement der Maßarbeit des Landkreises Osnabrück, diesen informationsreichen Tag mit 39 teilnehmenden Ausbildungsbetrieben. Auf dem Gelände und im Schulgebäude der BBS tummelten sich Schüler von der achten Klasse an, um sich über ein breites Spektrum an Berufsmöglichkeiten zu informieren.

Hauptfeldwebel Markus Reglitzki und Hauptgefreiter Dorkas Baumann (Mitte) erklärten die Berufsausbildungsmöglichkeiten bei der Bundeswehr. Foto: Conny Rutsch


Vor dem Eingang parkte das Infomobil der Bundeswehr, an dem Hauptfeldwebel Markus Reglitzki vom Beratungsbüro in Osnabrück und Hauptgefreiter Dorkas Baumann und Team gerade auch den Mädchen erklärten, welche Ausbildungsbereiche die Bundeswehr bietet, und das sind 50 an der Zahl sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich.

Einige Schritte weiter klopften einige Schüler in bequemer Stehhöhe Natursteinpflaster in den Sand. „Ich habe schon ein Praktikum bei einem Gärtner gemacht und finde den Beruf des Garten- und Landschaftsbauers spannend“, erklärte Mathis und legte aus den kleinen Mosaiksteinen ein neues Muster unter der Anleitung von Jens Assmann, Gartengestaltungsbetrieb aus Melle.

Mit kleinen Natursteinen legten Mathis (links) und seine Schulkameraden Pflaster unter Anleitung von Jens Assmann (rechts). Foto: Conny Rutsch


„Heute haben die Holztechnikberufe nichts mehr mit der Arbeit des Meister Eder in seiner Werkstatt zu tun“, erklärte Anja Stolte, Teamleitung Fachschule Holztechnik. Vor dem CNC-Bearbeitungszentrum, einer computergesteuerten Bearbeitungsmaschine, staunten die Jugendlichen nicht schlecht, wie diese tatsächlich wie von Geisterhand ein Holzbrett mit einer Fräse personalisiert. „Diese Maschine entspricht dem modernen Industriestandard“, erklärte Anja Stolte, „und auch Tischler müssen damit umgehen können“.

Vom „Bauboard“ aus konnten die interessierten Jugendlichen einen virtuellen Flug über eine Baustelle absolvieren. Foto: Conny Rutsch


Einige Stände weiter informierten sich die Schüler über die Ausbildung zum Pflegeassistenten an den BBS, die im Rahmen der generalistischen Pflegeausbildung ab Sommer 2020 den Schwerpunkt auf Pflege und Altenpflege legen wird. Und beim Fachpersonal der Niels-Stensen-Kliniken Melle konnten die Schüler an einem Pflegebett Einblick in medizinische Berufe nehmen.

Die computergesteuerte Holzbearbeitungsmaschine fanden auch die Mädchen interessant. Foto: Conny Rutsch


Roland Cramer aus der Abteilung Bau- und Holztechnik, Hauswirtschaft und der Berufseinstiegsschule, resümierte, dass sich infolge des BOP in den vergangenen Jahren die Anmeldezahlen an der Berufsschule für Holztechnik verdoppelt hätten.

„NOZ“ computergesteuert ins Brett gefräst: Anja Stolte, Teamleitung Fachschule Holztechnik informierte über die hochmoderne Holzbearbeitung. Foto: Conny Rutsch


Als Einstieg in den BOP nahmen schon tags zuvor etwa 100 Eltern die Möglichkeit wahr, sich die große Bandbreite der Ausbildungsbetriebe für diesen Schülerinformationstag anzusehen. 


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