Osnabrücker Straße wieder befahrbar Freie Fahrt auf der neuen Brücke in Melle-Bruchmühlen

Von Marita Kammeier

Es ist geschafft: Landrat Jürgen Müller, Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer und die Radfahrer Beate und Ulrich Ueckert testen um 11 Uhr die neue Brücke über die Osnabrücker Straße. Foto: Marita KammeierEs ist geschafft: Landrat Jürgen Müller, Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer und die Radfahrer Beate und Ulrich Ueckert testen um 11 Uhr die neue Brücke über die Osnabrücker Straße. Foto: Marita Kammeier
Marita Kammeier

Bruchmühlen/Rödinghausen. Auf diesen Moment haben alle lange gewartet: Um 11 Uhr am Dienstagvormittag, als Bauarbeiter noch die letzten Materialien und Schilder entfernten, rollten bereits die ersten Fahrzeuge und Radfahrer über die neue Brücke auf die Osnabrücker Straße.

"Ein herrliches Gefühl, so ganz allein über die 60 Meter lange Brücke zu fahren", meinten Beate und Ulrich Ueckert, die natürlich sofort das einzige entgegenkommende Fahrzeug erkannten: Jürgen Müller, der Landrat des Kreises Herford, testete die Strecke gemeinsam mit Rödinghausens Bürgermeister Ernst-Wilhelm Vortmeyer.       

Bauarbeiten abgeschlossen

Die Bauarbeiten sind nach 18 Monaten Bauzeit abgeschlossen, und die gesamte Strecke ist wieder befahrbar. Geplanter Projektabschluss der Straßenanlagen einschließlich Kanalbau und Regenrückhaltebecken war für Mai 2019 vorgesehen. Mit der Verkehrsfreigabe ab Dienstag wird dieser Zeitrahmen von den beauftragen Baufirmen pünktlich eingehalten.

Ab November wurde unter Vollsperrung an der Osnabrücker Straße gearbeitet. Dabei wurden etwa 2500 Kubikmeter Beton und 360 Tonnen Stahl verbaut sowie   12 000 Quadratmeter Asphaltbefestigung für Fahrbahn und Rad-/Gehwege eingebaut.     

Freie Fahrt: Bauarbeiter entfernen die Beschilderungen und um 12 Uhr wird die Straße für den öffentlichen Verkehr freigegeben. Foto: Marita Kammeier


Das gewaltige Brückenbauwerk kostete 5,4 Millionen Euro und wird das Verkehrsnetz von Bruchmühlen entscheidend verändern. Die Planung geht zurück auf Gespräche des Kreises Herford mit der Gemeinde Rödinghausen aus dem Jahr 2000. 

Rückbau des Bahnübergangs

Ein Verkehrskonzept sowie -zählung prognostizierten damals bis zum Jahr 2029 eine Zunahme, insbesondere des Lkw-Verkehrs aus dem Gewerbegebiet, von 30 Prozent. Ein weiterer Grund für den Neubau sei, dass Autofahrer täglich erhebliche Wartezeiten an den Bahnschranken in Kauf nehmen müssten.

Das Ziel der Baumaßnahme, eine Kooperation des Kreises Herford, der Gemeinde Rödinghausen sowie der DB Netz AG, Hannover, lautete daher: "Der gefährliche Bahnübergang muss weg, um die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer zu garantieren."

Im Laufe des Jahres werden noch restliche Arbeiten wie Rückbau des Bahnübergangs sowie Begrünungs- und Bepflanzungsarbeiten durchgeführt.


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