Lernen mit dem I-Pad Ratsschule in Melle als ein Vorreiter der Digitalisierung

Lernen per I-Pad schätzen Ratsschüler und ihre Eltern. Hier sind es Mike Bordihn mit seinem Sohn Rouven und Sandra Tschunkert-Holm mit ihrem Sohn Marvin. Foto: AxelRotkehlLernen per I-Pad schätzen Ratsschüler und ihre Eltern. Hier sind es Mike Bordihn mit seinem Sohn Rouven und Sandra Tschunkert-Holm mit ihrem Sohn Marvin. Foto: AxelRotkehl

Melle. Lernen mit dem eigenen I-Pad - für zwei neunte Klassen der Ratsschule ist das längst zum Alltag geworden. Damit noch mehr Schüler die kreativen Lernmöglichkeiten nutzen können, erweitert die Ratsschule in Melle nun das Angebot des Lernens mit iPads im Rahmen des Projektes „Tablets@Ratschule“.

Schüler der siebten, neunten und zehnten Klassen sollen im nächsten Schuljahr an eigenen Geräten arbeiten können. Alle neu angemeldeten Fünftklässler werden zukünftig ab der Klasse 7 verbindlich mit dem eigenen I-Pad lernen. Zudem stockt die Ratsschule den Gerätepool für die anderen Klassenstufen weiter auf. „Damit ist die Ratsschule bei der Digitalisierung weiterhin ein Vorreiter in der Region,“ freute sich Schulleiter Ludger Jansen.

Die Schüler produzieren Erklärfilme, üben mit speziellen Apps und nutzen die iPads auf Anregung ihrer Lehrer für immer neue kreative Unterrichtsprojekte. Mittlerweile treffen sich über 20 Ratslehrer regelmäßig nachmittags, um Ideen zu tauschen und sich fit zu machen für den modernen Unterricht mit dem I-Pad.

Neu dabei ist auch Nils Schäffer. Als Physiklehrer war er sofort fasziniert von der Idee der „Learning Snacks“. „Damit lassen sich chatartige, leicht verdauliche Wissenshäppchen digital erstellen und zum Beispiel zur Wissenssicherung einsetzen - die Schüler sind begeistert bei der Sache und lernen motiviert,“ berichtete Schäffer interessierten Eltern und Schülern während einer Informationsveranstaltung in der Schule. Fast 100 Eltern, Schüler und Lehrer waren gekommen, um zu erfahren, wie es mit „Tabletklasse@Ratsschule“ in den kommenden Jahren weitergehen soll.

Projektleiter Michael Jäkel präsentierte den Stand der Planungen: Wegen der positiven Erfahrungen mit den Pilotklassen ist vorgesehen, im kommenden Schuljahr weitere iPad-Klassen an der Ratsschule anzubieten. „In den letzten Monaten habe ich positive Sprünge in der Unterrichtsentwicklung erlebt wie nie zuvor in meiner Dienstzeit.“ Für die Schüler sei Unterricht mit dem iPad längst zur Routine geworden: „Erklärvideos entstehen in kaum mehr als 20 Minuten. Da müssen die Schüler nicht nur inhaltlich schnell auf den Punkt kommen, sondern auch zügig notwendige Teilaufgaben delegieren.“

Mit etwas Anleitung gelang das sogar interessierten Viertklässlern, die nach dem Schnuppernachmittag ihren Eltern stolz ihre Videos zu Rechentricks präsentieren konnten.

Kunstlehrerin Janina Dierker zeigte den Zuschauern von Schülern erstellte Stop-Motion-Filme, in denen das Thema „Beziehungen“ mit selbst gestalteten Papierfiguren bewegt dargestellt wurde. „Die Apps, mit denen wir arbeiten, sind einfach zu bedienen. So bleibt viel Zeit für Kreativität und trotzdem entstehen sehenswerte Präsentationen von Kunstwerken in einer für Schule neuen Dimension,“ freute sich Janina Dierker.

„Das I-Pad ermöglicht eine sehr effektive Form der Zusammenarbeit, ohne viel Schnickschnack und ist räumlich unabhängig: Ob ich mit einem Schüler im gleichen Klassenraum oder aus einer Partnerschule in Manchester zusammenarbeite - beides ist gleich einfach möglich,“ merkte Jäkel an.


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