Besucherandrang trotz Regen Buer feiert fröhliches Kinderfest im Zeichen der UN Friedenstaube

Eine Welt in Frieden ist die Botschaft des Internationalen Kinderfestes in Buer. Foto: Uschi Thöle-EhlhardtEine Welt in Frieden ist die Botschaft des Internationalen Kinderfestes in Buer. Foto: Uschi Thöle-Ehlhardt

Melle. „Hinterlasst uns Kindern eine friedliche Welt“, so formulierten es die Jung-Moderatorinnen Nica Yildiz und Dilruba Catal, die souverän, locker und zweisprachig durch das bunte und fröhliche Programm des 17. Internationalen Kinderfestes in der Lindenschule in Buer führten.

Das Fest hatte der Arbeitskreis "Buer aktiv" unter der Leitung von Annegret Tepe vom Jugendwagon sowie Temel Özkök vom Türkischen Elternverein organisiert. Das Kinderfest diene der Begegnung, der Verständigung und des Miteinanders der Kinder aus allen Ländern für den Frieden in der Welt, betonten die beiden Mädchen in ihrer Begrüßung.

Schulleiterin Angelika Grobe und Schüler-Schulleiterin Mira Pieper aus der Klasse 4a gaben den Startschuss für ein buntes lebendiges Bühnenprogramm. Foto: Uschi Thöle-Ehlhardt


Diesen Gedanken griff Bürgermeister Reinhard Scholz in seinem Grußwort gerne auf und zeigte sich beeindruckt von dem unkomplizierten Miteinander der verschiedenen Kulturen in Buer. „Das Kinderfest in Buer steht für gelebte Integration, ein unkompliziertes Miteinander und präsentiert sich immer wieder als ein Ort der Begegnung“, betonte er. „Ich komme immer gerne nach Buer zu diesem Fest, weil es uns allen zeigt, wie es gelingen kann, Menschen zusammen zu bringen und sie gemeinsam ein fröhliches buntes Fest feiern zu lassen.“ Auch in diesem Jahr landete passend zu dem Motto „Frieden für die Kinder dieser Welt“ die UN Friedenstaube der Stüveschule aus Osnabrück wieder in der Lindenschule.

Der Kinderchor Buer unter Leitung von Bernd Nintemann eröffnete mit dem Friedenslied das Bühnenprogramm. Foto: Uschi Thöle-Ehlhardt


Schulleiter Martin Igelmann übergab die bronzene Skulptur gemeinsam mit Kindern aus Syrien, Moldawien, Russland und Deutschland an Schulleiterin Angelika Grobe und an Bürgermeister Scholz. Diese Taube war unter anderem schon bei Präsident Obama, bei dessen Mutter in Kenia sowie in Uganda gelandet. Der Bürgermeister nahm sie entgegen als Botschafterin für das Stadtjubiläum Ende Juni. „Dort wird sie als Friedens-Botschafterin ihren Platz im Internationalen Dorf finden, das wir gemeinsam mit unseren Partnerstädten aufbauen,“ erklärte er.

Trotz des Regenwetters ein ausgesprochen gut besuchtes Kinderfest in Buer. Foto: Uschi Thöle-Ehlhardt


Traditionell und selbstverständlich stehen die Kinder bei diesem Fest im Vordergrund, und so gab Schulleiterin Angelika Grobe gemeinsam mit ihrer ‚Schüler-Schulleiterin‘ Mira Pieper aus der Klasse 4a den Startschuss für ein buntes mitreißendes Bühnenprogramm, das mit dem Friedenslied des Kinderchors Buer begann. Begeisternde Tanzvorführungen, Liedbeiträge und kleine Theaterstücke wechselten sich ab und zogen das Publikum mit. Die Tanzwerkstatt, die Kindertanzgruppe des SuS Buer, der Martini Kindergarten, das Kinderhaus, die Keyboard- und Blockflötengruppe, die Schulband, eine Gruppe von zugewanderten Kindern, die Tanzgruppe „Insanity“ des Jugendwagons, kleine Theaterstücke und Sketche sowie Mitmach-Spiele wechselten sich ab – lebhaft, bunt, mitreißend, bewegt und fröhlich.

Übergabe der UN Friedenstaube an BM Scholz und Schulleiterin Angelika Grobe durch den Schulleiter der Stüveschule in Osnabrück, Martin Igelmann, und Lehrerin Svetlana Degtjarev mit Kindern aus Syrien, Deutschland, Russland und Moldawien. Foto: Uschi Thöle-Ehlhardt


Angelika Grobe betonte: „Das Internationale Kinderfest ist für uns alle ein Zeichen der Verständigung und des friedlichen Miteinanders. Es ist ein Fest mit allen Kindern und für alle Kinder und Voraussetzung für die Verständigung untereinander.“

In den bereitwillig von den Klassenlehrern freigeräumten Klassenräumen fanden sich zahlreiche kreative Angebote und Mitmachaktionen zum Basteln und Gestalten. Der Stand zum Kinderschminken von Dagmar Feller und Mesut Yilmaz war dicht umlagert. Sie zauberten den Kindern mit viel Geduld und Geschick glitzernde Schmetterlinge, Blumen, Tiger oder Vampire ins Gesicht. Am Imkereistand wurden verschiedene Bienenprodukte angeboten und Fragen zur Produktion beantwortet. Der Kenia-Verein bot afrikanische Handwerkskunst an, die Ortsbibliothek und der Leseclub hatten einen kleinen Bücher-Flohmarkt organisiert, und die Aktion UN Friedenstaube informierte über ihre Tätigkeiten.

Begeisternder Auftritt der Kinder des Kinderhauses in Buer. Foto: Uschi Thöle-Ehlhardt


Ein reichhaltiges Angebot an Leckereien  fehlte nicht, Döner und Lahmacun, polnische und russische Spezialitäten und für die Süßmäuler Kuchen, Waffeln und Zuckerwatte – die Moscheen, der Jugendwagon und die Fördervereine der Schule hatten viele Köstlichkeiten vorbereitet. Aber auch draußen gab es reichlich zu tun: Kutschfahrten mit Vertretern des Traktorenvereins, Vorführungen und Mitmach-Aktionen der Jugendfeuerwehr und ein Geschicklichkeits-Parcours der Polizei Melle wurden in den Regenpausen genutzt.

Mitglieder der Jugendfeuerwehr Buer in Aktion. Foto: Uschi Thöle-Ehlhardt


Das Internationale Kinderfest in Buer stand auch in diesem Jahr für ein gelebtes und fröhliches, vielfältiges Miteinander. Der Arbeitskreis „Buer integrativ“ stellte wieder unter Beweis, dass ein Miteinander in Buer gut funktionieren kann, wenn alle ihren Teil dazu beitragen, viele sich beteiligen und gemeinsam miteinander solch ein engagiertes Programm auf die Beine stellen.


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