Projekt „Radweg Allendorfer Straße“ Stadt Melle und Radweg-Initiative unterzeichnen Vereinbarung

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Melle. Mit ihren Unterschriften haben Bürgermeister Reinhard Scholz und der Vorsitzende des Vereins Radweg Allendorfer Straße, Günter Komesker, während einer Zusammenkunft im Stadthaus in Melle-Mitte die Planungsvereinbarung zwischen der Stadt Melle und dem Radwegverein besiegelt. Damit kann das Projekt „Radweg Allendorfer Straße“ ein weiteres Stück vorangebracht werden.

„Das Thema Radwege ist so aktuell wie nie. Vor diesem Hintergrund ist es gut und richtig, jetzt alles daran zu setzen, einen Radweg entlang der Allendorfer Straße zu realisieren“, sagte Scholz. Die Achse zwischen Melle und Borgloh sei hinsichtlich des Verkehrsaufkommens stark frequentiert.

Bürgerschaftliches Engagement

Umso wichtiger sei es, mit dem Bau eines Radweges einen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu leisten. Der Verwaltungschef würdigte in diesem Zusammenhang das Engagement des Trägervereins, das Projekt erfolgreich auf den Weg zu bringen: „Dieses bürgerschaftliche Engagement der Initiative verdient ein Höchstmaß an Anerkennung. Seitens der Stadt Melle werden wir den weiteren Prozess eng begleiten und alles daran setzen, dass der Radweg so schnell wie möglich gebaut werden kann.“ 

Während der Unterzeichnung der Planungsvereinbarung: (von links) Rainer Timpe, Reinhard Scholz, Jens Eismann, Günter Komesker, Heike Hübers, André Osterheider und Andreas Lübrecht. Foto: Stadt

„Wir wollen eine Teilbeauftragung der Planung noch in diesem Jahr hinkriegen und die Vorteile der Flurbereinigung zu 100 Prozent nutzen“, gab sich Günter Komesker optimistisch. Sein Verein spüre einen starken Rückenwind aus der Bevölkerung und verzeichne immer mehr Unterstützer. 

Wichtig sei es ihm und seinen Mitstreitern, so der Vorsitzende weiter, bei den vorbereitenden Maßnahmen für Transparenz zu sorgen. „Wir möchten das Ganze einvernehmlich regeln und stehen deshalb im Gespräch mit den betroffenen Grundstückseigentümern. Da die Flurbereinigung in Borgloh früher begonnen hat als in Melle, planen wir auch in dieser Reihenfolge, haben aber immer die gesamte Strecke im Blick.“

Crowdfunding-Aktion 

Die Kosten für die genehmigte Planung für den gesamten Streckenabschnitt mit einer Länge von knapp zehn Kilometern zwischen Borgloh und Melle belaufen sich auf rund 150 000 Euro. Durch verschiedene Aktionen in 2019/2020 soll das Geld für die Planung aufgebracht werden. Hierzu sind beispielsweise in diesem Jahr die Crowdfunding-Aktion mit der Volksbank Volksbank eG Bad Laer-Borgloh-Hilter-Melle sowie der Radwegkorso am 1. September mit Start und Zielpunkt am Solarlux-Campus geplant.

 Doch damit nicht genug: Radweg-Meter an der Allendorfer Straße kann jeder interessierte Bürger beim Bifurkationsfest am Sonntag, 5. Mai, fördern und sich symbolisch für 100 Euro seinen eigenen Streckenabschnitt sichern. Selbstverständlich wird der Verein beim Festumzug anlässlich der 850-Jahr-Feier Melles Flagge zeigen und bei dieser Gelegenheit „für mehr Sicherheit in Zukunft“ werben.

Um den späteren Betrieb und die Unterhaltung des fertigen Radwegs durch das Land Niedersachsen zu sichern, sei ein Gespräch mit dem Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, Bernd Althusmann, geplant, so Günter Komesker abschließend.  


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