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17.04.2019, 15:01 Uhr BLAUE BÄNKE GEGEN EINSAMKEIT IN MELLE

Pfiffig, kommunikativ, günstig

Ein Kommentar von Simone Grawe


Eine blau Bank als Ort für ein zufälliges Gespräch: Das ist die Idee von Britta Zohm aus Melle. Symboldbild: Ingo Wagner/dpaEine blau Bank als Ort für ein zufälliges Gespräch: Das ist die Idee von Britta Zohm aus Melle. Symboldbild: Ingo Wagner/dpa

Melle. Einfach mal ins Gespräch kommen: Als Ort der Kommunikation sollen nach einer Idee von Britta Zohm blaue Bänke in Melle aufgestellt werden. Pfiffig, findet unsere Kommentatorin

Menschen, die sich auf der Straße nicht beachten, die wortlos im Aufzug stehen oder in einem Café stumm vor ihrem Cappuccino sitzen: Diese Situationen sind all gegenwärtig. Das zufällig Gespräch verliert immer mehr an Bedeutung. 

Ein scheinbar nebensächlicher Aspekt in unserem Alltag, doch er signalisiert: Sprachlosigkeit und Einsamkeit breiten sich aus. Das ist höchst bedauerlich.

Britta Zohm möchte diesem Trend entgegenwirken, mit einfachen Mitteln. 

"Blaue Bänke" als Ort der zufälligen Begegnung und der Kommunikation. Eine pfiffige Idee:  Sie ist einfach umzusetzen, kostet wenig Geld und besticht durch ihre Signalwirkung.

Die Stadt und die Gruppe Semper stehen der Idee aufgeschlossen gegenüber. Ein guter Ansatz, um das Projekt auf den Weg zu bringen. Das Stadtjubiläum bietet sich dafür geradezu an.

Melle punktet als familienfreundlich, sportlich und international aufgeschlossene Stadt. Die blaue "Quatschbank" als kommunikatives Element passt genau dort hinein. Bitte Platz nehmen!


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