Sitzvolleyball der Extraklasse Länderspiel gegen die Niederlande beim TSV Westerhausen

Präsentieren ihren Sport demnächst in Westerhausen: die Spieler der deutschen Sitzvolleyball-Nationalmannschaft. Foto: Stefan SchuPräsentieren ihren Sport demnächst in Westerhausen: die Spieler der deutschen Sitzvolleyball-Nationalmannschaft. Foto: Stefan Schu

Oldendorf. Internationales Flair in Westerhausen: Am Samstag, 18. Mai, findet in der Westerhausener Sporthalle ein Testländerspiel der Sitzvolleyball-Nationalmannschaften Deutschlands und der Niederlande statt. Eingebettet ist das Spektakel in eine Fortbildung zum Sitzvolleyball beim TSV Westerhausen.

Sitzvolleyball ist paralympisch, wird also in der Leistungsspitze von Menschen mit Handicap betrieben. Die Nationalmannschaften Deutschlands und der Niederlande gehören zu den besten weltweit. Beide Männerteams bereiten sich auf die Europameisterschaft im Juli in Ungarn vor und halten daher von Freitag bis Sonntag, 17. bis 19. Mai, ein Trainingslager beim TSV Westerhausen ab.  

Rund um die Übungseinheiten findet am Samstag, 18. Mai, um 14.30 Uhr (Einlass ab 13 Uhr) das Testländerspiel in der Halle am Ochsenweg statt. Karten sind bereits in der TSV-Geschäftsstelle (Osnabrücker Straße 205, Telefon 05422 928839) für 5 Euro beziehungsweise 3 Euro (Kinder) erhältlich. Der Ländervergleich wird von einem Unterhaltungsprogramm umrahmt.

„Bei uns steht an dem Wochenende der Sitzvolleyball im Fokus“, erklärt der Vereinsvorsitzende Frank Strötzel. Der TSV war vom Nordwestdeutschen Volleyball-Verband (NWVV) gefragt worden, ob er die Sitzvolleyball-Fortbildung ausrichten wolle. Ein Grund für die Anfrage war die behindertengerechte Ausstattung bei dem Meller Verein, dessen Halle ebenerdig erreichbar ist und der über mehrere barrierefreie Toiletten verfügt. Zudem wird in Kürze ein neues Gebäude am Sportplatz komplett Rollstuhl-geeignet gebaut. Damit überzeugte der TSV und sicherte sich so das Gesamtpaket – inklusive Länderspiel.

Gehört zur Weltspitze: die deutsche Nationalmannschaft der Sitzvolleyballer. Foto: Stefan Schu


„Wir holen den Spitzensport zu uns und freuen uns auf ein weiteres besonderes Ereignis beim TSV. Behindertensport publikumswirksam zu präsentieren ist gelebte Inklusion“, äußert Strötzel, der wegen Knieproblemen selbst überlegt, die sitzende Variante einmal auszuprobieren. „Sitzvolleyball ist auf Vereinsebene auch für Menschen ohne Behinderung ein interessanter Sport“, ist er überzeugt.

Die Volleyballabteilung des TSV ist rund um das Großereignis helfend eingebunden. Volleyballtrainerin Jasmin Lammerskitten, die im Verein gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, begleitet das Sitzvolleyball-Wochenende im Rahmen eines Projektes.

Spieler sitzen auf Hallenboden

Sitzvolleyball wird in Deutschland überwiegend im Behindertensport angeboten. Die Volleyball-Variante ist so modifiziert worden, dass sie von Menschen mit Behinderung gespielt werden kann. Menschen mit und ohne Handicap können zusammen agieren. Sitzvolleyball wird auf dem Hallenboden sitzend gespielt, das Netz ist niedriger als üblich, ansonsten gelten die normalen Volleyballregeln. Das Spiel wurde in den Niederlanden erfunden.

Für die Sitzvolleyball-Fortbildung vom Verband NWVV, vom Deutschen Behindertensportverband und dem Behinderten-Sportverband Niedersachsen am 18. Mai ab 10 Uhr im Westerhausener Sportzentrum, Ochsenweg 78a, können sich interessierte Übungsleiter noch anmelden. Mit dem ehemaligen Bundestrainer der Sitzvolleyballer, Jouke de Haan, wurde ein ausgewiesener Fachmann als Referent gewonnen. Nach einer Einführung in die inklusive Sportart Sitzvolleyball mit Informationen zur Inklusion im Sport steht eine Praxiseinheit an. Anmeldung bei Marina Becker vom NWVV per E-Mail an: m.becker@nwvv.de.



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN