Buch rund um die Mobilität Neuerscheinung: Als Melles Räder laufen lernten

Heimatgeschichte mal ganz anders: Klaus-Otto Sternberg, Bernd Meyer, Reinhard Scholz, Günter Pietsch und Heiner Rössler (von links) präsentieren das neue Buch. Foto: Christoph FrankenHeimatgeschichte mal ganz anders: Klaus-Otto Sternberg, Bernd Meyer, Reinhard Scholz, Günter Pietsch und Heiner Rössler (von links) präsentieren das neue Buch. Foto: Christoph Franken

Melle. Das ist wirklich mal ein anderes Buch: Statt langer historischer Texte enthält „Melle in Bewegung“ 600 Bilder und kurze, gut lesbare Texte auf 220 Seiten. Das Buch im DIN-A-4 Format von Heimatforscher Bernd Meyer ist nach zweijähriger Arbeit fertig gestellt worden und enthält unter anderem historische Aufnahmen, die bislang in Schubladen von Privatleuten schlummerten.

„Melle in Bewegung“ nimmt die Leser mit auf eine über 800-jährige Reise durch die Entwicklung der Mobilität in Melle. Von der Verbreitung des Rades, der Postkutschenzeit, den ersten Automobilen und Traktoren bis hin zum heutigen modernen Verkehr: Die Neuerscheinung ist schon jetzt ein einzigartiges Nachschlagewerk und wertvolles Zeitdokument.

Das unterstrichen jetzt während der offiziellen Präsentation des Buches Bürgermeister Reinhard Scholz und der Vorsitzende des Heimatvereins Gesmold, Klaus-Otto Sternberg. Der Verein ist Herausgeber des Buchs. „Meller Zeitgeschichte wird hier lebendig und lesenswert dargestellt“, sagte Scholz. In Verbindung mit den zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos stelle das Buch einen wesentlichen Beitrag zur Regionalgeschichte dar.

Sternberg, Heiner Rössler vom Automuseum und Automobilkaufmann Günter Pietsch lobten die Einmaligkeit des Werkes: Noch nie sei die Geschichte der Mobilität in Melle so akribisch aufgearbeitet und so lesernah dargestellt worden.

Das Buch widmet sich abschnittsweise Schwerpunktthemen und beantwortet Fragen. Wie sah es im Wechsel der Jahrhunderte auf unseren Wegen und Straßen aus? Welche Fahrzeuge fuhren? Dabei geht es nicht nur um Pkw, Lkw und Motorräder: Abschnitte überPferderfuhrwerke, Fahrräder und Kinderwagen finden sich ebenfalls.

Über 100 Tankstellen

Erstaunlich ist auch, was Bernd Meyer rund um Tankstellen in Meller herausfand: Es gab zeitweise über 100 solcher Zapfstationen, zu denen in der Anfangszeit des Automobils sogar die Drogerie Titgemeyer am Markt gehörte.

Interessant sind auch die Aufnahmen von Mellern mit ihrem Oldtimer. „Nicht nur im Automuseum, auch in Meller Garagen stehen viele alte Fahrzeuge, die begeistern können“, berichtete Meyer. Der Leiter des Automuseums, Heiner Rössler, nimmt die Leser dann mit auf die Reise durch die Fahrzeuggeschichte. Ähnliches gilt für das Traktorenmuseum in Meesdorf.

Im Buch gibt es auch einen Abstecher zu den Wiking-Modellwerken, die nach dem Krieg vier Jahre lang Modellfahrzeuge im damaligen Landkreis Melle produzierten.

Abstecher zu Melles Zulieferbetriebe für die Autoindustrie, zu den Autohäusern, den Werkstätten sowie den Speditionen und Fuhrunternehmen runden das Buch inhaltlich ab.

„Melle in Bewegung“ kostet 14,90 Euro und ist ab sofort erhältlich bei: Buchhandlung Sutmöller, Automuseum, Tourist-Info im Rathaus, Kretschmann Tabakwaren, Autohaus Pietsch und Heimatverein Gesmold.


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