Atembeschwerden und Augenreizungen Stadt Melle weist auf Gefahren durch Eichenprozessionsspinner hin

Allergiegefahr: Mit solchen Schildern wird im Fall des Falles auch den Eichenprozessionsspinner hingewiesen. Foto: StadtverwaltungAllergiegefahr: Mit solchen Schildern wird im Fall des Falles auch den Eichenprozessionsspinner hingewiesen. Foto: Stadtverwaltung

Melle. Nachdem es im vergangenen Jahr in einigen Teilen der Stadt Melle zu einem Befall mit Eichenprozessionsspinnern gekommen war, weisen das städtische Umweltbüro und das Ordnungsamt die Bevölkerung jetzt darauf hin, dass auch von alten Nestern dieses Insektes weiterhin gesundheitliche Gefahren ausgehen können.

Die Nachtfalter sind unscheinbar – doch die Raupen der Eichenprozessionsspinner haben es in sich. Sie setzen dem Eichenbestand in Wäldern, Alleen und Parkanlagen zu. Ihre Brennhärchen können bei Menschen zu Ausschlägen und Atemnot führen. Besonders wichtig: Bürgerinnen und Bürger, die einen aktuellen Befall sichten, sollten diesen unverzüglich unter der Telefonnummer 05422 965374 melden. 

Hautirritationen 

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart. Die Gifthaare der Raupen können bei Berührung unangenehme Reaktionen hervorrufen. Dazu zählen Hautirritationen (starker Juckreiz, Pusteln und Quaddeln) sowie Atembeschwerden und Augenreizungen. Die Brennhaare können noch nach Jahren die gleiche gesundheitsschädigende Wirkung besitzen. Mit jedem neuen Kontakt wächst die Empfindlichkeit, und die Reaktionsintensität steigt mit der Anzahl der Einzelkontakte stetig an.

Was ist zu tun? Sowohl der Biozideinsatz als auch Absaugmaßnahmen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zum Schutz der menschlichen Gesundheit sollten von einer Fachfirma durchgeführt werden. Sind der Befall und das Belastungsrisiko gering, reicht eine Überwachung des Befalls und das Aufstellen von Warnhinweisen. 

Liegen ein starker Befall und ein hohes Belastungsrisiko vor, sollte gewarnt und der Gefahrenbereich abgesperrt werden und eine Bekämpfung durch Experten erfolgen. 

Schutzmaßnahmen

Wie schütze ich mich? Achten Sie auf die Beschilderung „Warnung vor dem Eichenprozessionsspinner“ und meiden Sie diese Bereiche. Raupen und Nester dürfen niemals berührt werden.  Auch unterhalb der befallenen Bäume können am Boden liegende Brennhaare noch jahrelang gesundheitliche Probleme auslösen. 

Bei schweren allergischen Reaktionen mit Asthma und Atemnot sollte sofort der Rettungsdienst gerufen werden. Kontaminierte Kleidung sollte schnell gewechselt und bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Auch die Haare sollten gewaschen werden. Kaltes Wasser lindert Juckreiz. Augen sollte mit viel Wasser gespült werden. 

Auskünfte erteilt Klaus Lichy vom städtischen Umweltbüro unter der Telefonnummer 05422 965374. Er ist zudem per E-Mail unter k.lichy@stadt-melle.de zu erreichen. 


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