Das Mühlrad dreht sich wieder Melle: Aufwertung für historischen Hof in Tittingdorf

Mächtig ist das neue Tittingdorfer Mühlrad, das sich Keit, Kai und Uta Wiechert sowie Ingenieur Domink Stumpe und Bauherr Wilhelm Boes (von links) anschauen. Foto: Norbert WiegandMächtig ist das neue Tittingdorfer Mühlrad, das sich Keit, Kai und Uta Wiechert sowie Ingenieur Domink Stumpe und Bauherr Wilhelm Boes (von links) anschauen. Foto: Norbert Wiegand

Buer. Im Bach zwischen der alten Ölmühle und Getreidemühle auf dem 500 Jahre alten Hof Kühmann in Tittingdorf dreht sich wieder ein Mühlrad. Für die Installation des mächtigen Wasserrades sorgte der Bremer Arzt Wilhelm Boes, der die renovierte einstige Ölmühle in Erbpacht als Wochenend- und Ferienhaus nutzt.

„Mir geht es um Bestandserhalt und vielleicht auch um eine spätere Nutzung zur Erzeugung von Elektrizität aus Wasserkraft“, begründete der Bremer Allgemeinmediziner sein Engagement.

Ölmühle als Wohnung

Mit der technischen Durchführung beauftrage er ein Meller Maschinenbau-Unternehmen. Finanziell beteiligt war auch Vorbesitzerin Roswitha „Mikel“ Schlöder. Ihr Ehemann Pit Schlöder war Architekt und hatte die Gebäude der Öl- und Kornmühle saniert, renoviert und zur Wohnnutzung umgebaut. 

Das Ensemble mit Ölmühle (hinten links), Wasserdurchlass und Kornmühle (hinten rechts) haben Kai und Uta Wiechert vom Strancafé aus immer im Blick.


Bei dem neuen Mühlrad handelt es sich nicht um eine Rekonstruktion des historischen Vorbildes, sondern um ein Metallrad. Als vorgelagerte Staustufen dienen die Angelteiche von Kai Wiechert. Gemeinsam mit seiner Frau Uta Wiechert und seinem Vater Karl-Heinz Wiechert freut sich „Käpt'n Kai“ über die weitere Aufwertung des idyllisch an der Tittingdorfer Niedereschstraße gelegenen Hofes Kühmann.

Schöner Ausblick

Nach Einschätzung von Hofeigentümer Karl-Heinz Wiechert dürften die beiden Mühlengebäude etwa 200 Jahre alt sein. Die letzte Renovierung des Wasserrades für die Doppelmühle gab es vor 30 Jahren. „Es hat aber leider nicht lange gehalten“, erklärte Kai Wiechert. „Das neue Rad aus Metall wird eine deutlich längere Lebensdauer haben“, ist Uta Wiechert überzeugt.

Ein Schild auf der Brücke soll dauerhaft an den Bau des Mühlrades im Jahr 2018 erinnern. Foto: Norbert Wiegand


„Das neue Mühlrad kann ab 1. Mai immer zu den Öffnungszeiten des Strandcafés (samstags, sonntags und an Feiertagen von 7 bis 18 Uhr) besichtigt werden“, kündigte „Kuchenfee“ Uta Wiechert an. 

Sowohl vom Sandstrand als auch von der Café-Terrasse aus bietet sich ein schöner Blick auf das Ensemble der renovierten Getreide- und Ölmühle. Das sich wieder drehende Wasserrad liegt übrigens nur 300 Meter entfernt vom Mühlenradweg durch das Osnabrücker Land.


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