Tierheim als Anlaufstelle Meller Tierschützer befreiten sogar eine Blindschleiche

Engagiertes Team: Ulrike Leimbrock, Julia Nowak, Charlotte Bockrath-Regel, Panela Opitz, Maike Haske und Kerstin Niehaus (von links). Foto: Verena ThiemtEngagiertes Team: Ulrike Leimbrock, Julia Nowak, Charlotte Bockrath-Regel, Panela Opitz, Maike Haske und Kerstin Niehaus (von links). Foto: Verena Thiemt

Melle . Während der Jahreshauptversammlung des Tier- und Naturschutzvereins Melle fanden Vorstandswahlen statt.

Entlastet und komplett wieder gewählt wurde der bisherige Vorstand: 1. Vorsitzende: Charlotte Bockrath-Regel, 2. Vorsitzende: Maike Haske, Geschäftsführerin: Julia Nowak, Kassenwartin: Ulrike Leimbrock, Schriftführerin: Kerstin Niehaus sowie Pressewartin: Panela Opitz. 

Zuvor war den Mitgliedern anhand eines anschaulichen Bildvortrages ein Ausschnitt der praktischen Tierschutzarbeit des vergangenen Jahres gezeigt worden.

Insgesamt 311 Tiere aus Melle und dem seit Januar 2018 neu dazu gekommenen Bereich Bissendorf sind im Tierheim aufgenommen worden. Es wurden 42 Hunde vom Verein betreut. „36 dieser Hunde waren glücklicherweise Fundtiere, die zeitnah zu ihren Haltern zurückgegeben werden konnten“, berichtete die Vorsitzende. Allerdings gehörten auch vier sichergestellte Hunde und zwei übereignete Vierbeiner zu den dauerhaft betreuten Tieren.

223 Katzen kamen ins Heim

223 Katzen wurden im Tierheim aufgefangen. Der Großteil konnte bereits wieder in ein neues Zuhause vermittelt werden.

Auffällig war im vergangenen Jahr die Anzahl von insgesamt fünf Fundvögel. Es handelte sich vorwiegend um Wellensittiche die völlig entkräftet aufgegriffen und zum Tierheim gebracht worden waren. 13 kleine Heimtiere, also Kaninchen und Meerschweinchen kamen ebenfalls ins Tierheim. Von ihnen warten noch ein Albino-Meerschweinchen und drei Kaninchen auf neue Besitzer.

23 sehr unterschiedliche Wildtiere fanden Hilfe über den Tier- und Naturschutz Melle. Wegen des heißen Sommers benötigten häufig Jungtauben Hilfe, aber auch ein Graureiher mit einem Beinbruch sowie zwei besonders geschützte Mauersegler konnte vom Verein gesichert und in geeignete Pflegestelle weitergegeben werden. Seltenere Wildtiere wie beispielsweise ein Waldkauz und eine Blindschleiche konnten von Ehrenamtlichen aus misslichen Lagen befreit und wieder in die Natur entlassen werden.

Der Bildervortrag zeigte auch die erfreulich umfangreichen Fortschritte, die bislang schon beim weiteren Auf-und Ausbau des Tierheim-Außenbereichs gemacht werden. 


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