150 Jahre MGV Gesmold Jubiläumskonzert im Meller Stadteil Gesmold

Erfreut nahmen Theo Vossel und Michael Weßler (in roten Jackets) Lobreden und Glückwünsche für den MGV von Ferdi Hartmann, Gerd Kruse, Thomas Schulke, André Berghegger und Reinhard Scholz (von links) entgegen. Foto: Norbert WiegandErfreut nahmen Theo Vossel und Michael Weßler (in roten Jackets) Lobreden und Glückwünsche für den MGV von Ferdi Hartmann, Gerd Kruse, Thomas Schulke, André Berghegger und Reinhard Scholz (von links) entgegen. Foto: Norbert Wiegand

Gesmold. Es waren keineswegs nur Volks- und Heimatlieder, die der 1869 gegründete Meller Männergesangverein Gesmold am Samstag bei seinem Jubiläumskonzert zum 150-jährigen Bestehen den mehr als 200 Festgästen präsentierte.

Zum Programm, das vom musikalischen Leiter Thomas Niemann zusammengestellt wurde, gehörten viele modern arrangierte Songs - von Andreas Bouranis „Auf uns“ bis zu Leonard Cohens „Halleluja“.

„Das wird ein ganz tolles Konzert werden“, hatte Gerd Kruse, der Vorsitzende des Sängerbundes Grönegau, schon beim vorhergehenden Empfang prognostiziert. Er sollte recht behalten: Denn die 40 singenden Männer überzeugten am Samstagabend das immer wieder lang anhaltenden Beifall spendende Publikum im Saal des Gesmolder Gasthauses Kellermann. Für gute Unterhaltung sorgte dabei auch der souveräne Moderator Philipp Bextermöller, der die Zuhörer durch das kontrast- und abwechslungsreiche Programm mit Alpenrock, Pop, Schunkelliedern, Seemannsgarn, Weinseligkeit und Gassenhauern führte.

Zwei Kriege überstanden

„Es war vor 150 Jahren eine sehr gute Idee und ein guter Plan von Matthias Ostendarp, unseren Männergesangverein zu gründen“, blickte der erste Vorsitzende Michael Weßler in seiner Begrüßungsansprache auf die Ursprünge zurück. Der MGV habe in seiner Geschichte zwei Weltkriege überstanden und sich nicht zerschlagen lassen, verdeutlichte er den stets großen Zusammenhalt.

„Der Gesmolder Männergesangverein wurde zwei Jahre vor der Gründung des Kaiserreiches ins Leben gerufen“, ging auch André Berghegger auf historische Hintergründe ein. Melles Bundestagsbgeordneter hat die Schirmherrschaft für das Jubiläumsjahr des MGV Gesmold übernommen. In seiner Ansprache thematisiert er unter anderem die positiven Wirkungen des Singens. „Singen schult auch das Zuhören, eine Fähigkeit die heute leider zunehmend verloren geht“, merkte er an.

„Karriere-Sprungbrett“

Im Namen des ganzen Ortes und des Ortsrates gratulierte Gesmolds stellvertretender Ortsbürgermeister Thomas Schulke dem Jubiläumsverein. „Da euer MGV-Vorsitzender zugleich der Ortsbürgermeister ist, seid ihr Sänger über die Ortspolitik manchmal besser informiert, als der Ortsrat“, scherzte Schulke. Angesichts der zunehmenden Zahl jüngerer Sänger bezeichnete der launige Redner den MGV als „Karriere-Sprungbrett“. Denn wer sich beim MGV bewähre, hätte später gute Chancen bei den „Gessem Five“ mitsingen zu dürfen.

„Der MGV lebt nicht nur von seinen guten Stimmen, sondern auch von seinen aktiven Machern“, gratulierte Melles Bürgermeister Reinhard Scholz, der für den Jubiläumsverein auch einen „flachen Blumenstrauß“ mitgebracht hatte. Stellvertretend für alle Gesmolder Vereine wünschte Ferdi Hartmann dem MGV weiterhin Spaß und Freude am Singen. Vor 150 Jahren sei eine tragfähige Gemeinschaft gebildet worden, die mit Idealismus und Treue über viele Generationen erhalten werden konnte.

Engagement gewürdigt

Für 150 Jahre kulturelles Engagement wurde der Männergesangverein 1869 Gesmold vom Chorverband Niedersachsen/Bremen besonders ausgezeichnet. Die Urkunde überreiche Gerd Kruse an Michael Weßler und den stellvertretenden MGV-Vorsitzenden Theo Vossel. Der Vorsitzende des Sängerbundes Grönegau ehrte außerdem Heinz Nordheider und Albert Brömmelhaup für 60 Jahre aktives Singen in ihrem Gesangverein.

Für 60 Jahre aktives Singen wurden Heinz Nordheider (links) und Albert Brömmelhaup mit Urkunden des Chorverbandes Niedersachsen/Bremen geehrt. Foto: Norbert Wiegand



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