Gemeinsam auf der großen Bühne Schüler der IGS singen im Chorprojekt des Theaters Osnabrück

Bis Ende Mai sollen die Stücke für das große Konzert sitzen. Als musikalischer Leiter probte Stephan Lutermann diese Woche mit der 7b der IGS. Foto: Petra RopersBis Ende Mai sollen die Stücke für das große Konzert sitzen. Als musikalischer Leiter probte Stephan Lutermann diese Woche mit der 7b der IGS. Foto: Petra Ropers
Petra Ropers

Melle. Einmal auf der ganz großen Bühne stehen: Für die Klasse 7b der IGS Melle wird dieser Traum bald wahr. Sie nimmt an dem Chorprojekt „Let’s sing“ des Theater Osnabrück teil.

Fünf Klassen aus fünf Schulen in Stadt und Landkreis Osnabrück – unter ihnen auch die 7b der IGS Melle – nehmen an dem musikpädagogischen Projekt teil. Finanziert durch die Felicitas-und-Werner-Egerland-Stiftung möchte „Let’s sing“ das Singen an weiterführenden Schulen fördern. Die teilnehmenden Klassen erarbeiten dabei ein Konzertprogramm, das sie gemeinsam am 29. Mai auf der Bühne im Theater präsentieren.

Besondere Erfahrung

Proben im Klassenverband wechseln dafür mit gemeinsamen Proben im Theater. Musikalischer Leiter des Projektes ist Stephan Lutermann. „Die Idee ist, mit der Musikförderung in die Breite zu gehen“, erklärt er. „Für die Schüler ist es eine besondere Erfahrung, über einen längeren Zeitraum intensiv an einem musikalischen Projekt zu arbeiten.“ Dafür besucht er selbst reihum die Klassen. Zusätzlich hat jede Klasse einen Paten aus den Reihen des Opernchores des Theaters.

Die Teilnahme am Projekt wurde nicht am „grünen Tisch“ verordnet. „Wir haben das gemeinsam entschieden“, betont David Höing, Musiklehrer an der IGS. Die ganze Klasse habe dafür gestimmt. Und so nehmen nun auch jene Schüler an den Proben für das Konzert teil, die den musikalischen Angeboten in der Schule eher fern sind. Für Micha und Mia gilt das allerdings nicht. Beide stehen mit der Bigband der Schule regelmäßig im Probenraum und auch auf der Bühne.

Alle Muskeln abklopfen

Zusammen mit rund 130 Schülern im Theater zu singen, ist dennoch auch für sie ein besonderes Erlebnis. „Das ist spannend und macht sehr viel Spaß“, sind sie sich einig. Beeindruckt sind sie von den Paten des Opernchores: „Die können richtig gut singen!“ Eine gründliche Vorbereitung ist dafür allerdings unerlässlich. Bei der Probe mit Stephan Lutermann kommt dem Einsingen deshalb große Bedeutung zu. Arme, Schultern und Beine ausschütteln, alle Muskeln abklopfen und den richtigen Stand einnehmen: „Der Hinterkopf ist der höchste Punkt, nicht die Nase“, mahnt Lutermann.

Stimmübungen von „dabida“ bis „susisu“ folgen, bis es nach gut einer halben Stunde an das erste Lied geht. Emotion ist gefragt bei „Durme, durme“. Schließlich soll das Schlaflied die Zuhörer im Theater bewegen, nicht einschläfern. „Stellt euch jemanden vor, den ihr sehr lieb habt“, rät Lutermann seinen Gesangsschülern. „Africa“ von Toto, „Happy“ von Pharell Williams und „Hymn to Freedom“: Noch geht es nur um die Harmonien. Bis es allerdings mit den Stücken auf die große Theaterbühne geht, werden Gesten und kleine Choreografien den Gesang unterstützen. Einstudiert werden sie durch Panda van Proosdij.

Doch „Let’s sing“ soll das Singen als gemeinschaftsförderndes Erlebnis auch nachhaltig im Unterricht verankern. Die Fortbildung der Lehrkräfte ist deshalb ein fester Bestandteil des Projektes. Jetzt freuen sich alle zusammen aber erst einmal auf den großen Auftritt mit 130 Stimmen. 


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