Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus Mitgliederzahl des Heimatvereins Neuenkirchen steigt

Ehrung für beispielhafte, ehrenamtliche Arbeit: Der stellvertretende Vorsitzende Hartmut Bodenstein (rechts) zeichnet Reinhard Kuhr mit einer Urkunde aus. Foto: Regina HaaseEhrung für beispielhafte, ehrenamtliche Arbeit: Der stellvertretende Vorsitzende Hartmut Bodenstein (rechts) zeichnet Reinhard Kuhr mit einer Urkunde aus. Foto: Regina Haase

Neuenkirchen. Der Heimatverein Neuenkirchen (HVN) entwickelt sich in seiner Aufgabe als Organisator vor Ort mehr und mehr zum Kulturträger. Das ist das Ergebnis einer Bilanz, die der HVN-Vorstand im Rahmen seiner gut besuchten Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus vorlegte.

 Auch bezüglich der Mitgliederzahl zeigt sich eine aufsteigende Tendenz. 

Beliebte Kommunikationsstätte

Das vor etwa zehn Jahren eröffnete Heimathaus mit Ortsarchiv, Wilhelm-Fredemann-Stube und Veranstaltungsraum erweist sich weiterhin als beliebte Kommunikationsstätte, darauf wies Vorsitzender Christian Hoffmeister in seinem Jahresbericht hin. Viele Besucher, darunter Vereinsgruppen, Familienverbände, Teilnehmer von Klassentreffen, aber auch Schülergruppen fanden im Jahr 2018 den Weg in die ehemalige 2. Pfarre der Kirchengemeinde.

Im weiteren Verlauf seines Jahresberichtes erinnerte der Vorsitzende an diverse Vortragsveranstaltungen, plattdeutsche Runden, Filmvorführungen sowie Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der Grundschule. Geführte Wanderungen, zwei Betriebsbesichtigungen und eine Tagesfahrt rundeten das Programmangebot ab. Rund 25 Km Wanderwege wurden gepflegt und mit Klebeschildern neu gezeichnet. 

Im Zuge der Maßnahmen erfolgten auch die Neugestaltung von Stadtteilplänen an drei Standorten im Stadtteil und die Neuauflage von insgesamt 1000 Stadtteilkarten in Form von Faltplänen. Gute Kontakte unterhält der HVN mit dem Heimatverein Borgholzhausen. Das zeigte sich während einer gemeinsamen Schnatwanderung entlang der ehemaligen Grenze zwischen Preußen und Hannover, die zu historischen Grenzsteinen führte. Die vom Neuenkirchener Ortsrat in Zusammenarbeit mit der Stadt Melle geplante Neugestaltung des Areals um die Engelbrecht-Skulptur will der Verein aktiv begleiten. 

Zum Thema Ortsarchiv im Heimathaus wies Christian Hoffmeister auf den zunehmenden Eingang von örtlichen Dokumenten hin. Ein Fundus besonderer Art ist der Schriftwechsel zwischen dem im Jahr 1984 verstorbenen Wilhelm Fredemann und Professor Theodor Heuß, der dem Heimatverein als Nachlass zur Verfügung gestellt wurde. 

Eine weitere Dokumentation über das Wirken des ehemaligen Neuenkirchener Samtgemeindedirektors Josef Kern hat sein Sohn Reinhard Kern dem Heimatverein vermacht. Besondere Aufmerksamkeit fanden im vergangenen Jahr zwei Aufführungen des Bramscher Filmemachers Helmuth Kohn, der mit einer gelungen Komposition von Sequenzen die Lebensleistung des international bekannten Holterdorfer Künstlers Erich Engelbrecht nachzeichnet. Die Mitgliederzahl des Vereins hat sich aktuell auf 193 erhöht.

Reinhard Voß stellte den Veranstaltungsplan 2019 vor. Zum Programmangebot gehören ein Tagesausflug, Kaffee-Kulturnachmittage, der Besuch des Böckstiegel-Museums in Werther und nicht zuletzt verschiedene Angebote im Rahmen des 850-jährigen Stadt-Jubiläums.

Humorvolle Präsentation

Die Darstellung seines Kassenberichts verband Kassenwart Gerhard Fromme mit einer humorvollen Präsentation. Dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt.

Die turnusmäßig anstehenden Vorstandswahlen leitete Uwe Plaß, Vorsitzender des Heimatvereins Melle. Die Mitgliederversammlung wählte Christian Hoffmeister für drei weitere Jahre zum Vorsitzenden. Hartmut Bodenstein als 1.stellv. Vorsitzender, Reinhard Voß als 2.stellv. Vorsitzender und Schriftführer sowie Gerhard Fromme als Kassenwart wurden ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt. Zu Beisitzern wurden Irmgard Böcker, Heinz Böckmann, Donald Köhler, Gerhard Stechmann, Dr. Georg Teepker, Erika Thomae und Ludwig Thomae gewählt.

In Anbetracht seiner besonderen Verdienste um den Verein bestimmte die Mitgliederversammlung den ehemaligen langjährigen Vorsitzenden Wilfried Buddenbohm einstimmig zum Ehrenvorsitzenden. Die Realisierung des Neuenkirchener Heimathauses ist maßgeblich seiner Initiative zu verdanken.

Verabschiedet wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung Vorstandsmitglied Reinhard Kuhr, der die Arbeit des Vereins als „Mann für alle Fälle“ gemeinsam mit Ehefrau Ingrid seit dem Jahr 2002 aktiv begleitet hat. Hartmut Bodenstein überreichte ein Präsent.

Vielfältige Tätigkeiten

Im Rahmen eines Grußwortes bedankte sich Karl-Heinz Gerling im Namen des Neuenkirchener Ortsrates für die stets gute Zusammenarbeit. „Die vielfältigen Tätigkeiten des Heimatvereins sind beeindruckend“, sagte der Ortsbürgermeister. Gerling nutzte die Gelegenheit zu kommunalpolitischen Informationen vor Ort. Man freue sich, dass der Bau des Radweges entlang der L701, vom Ortsausgang Kreisel Neuenkirchen bis zum Kreisel in Gerden, nun endlich realisiert werde. 

Den Abschluss der Versammlung bildete ein Bildervortrag mit einem Rückblick auf vier Jahrzehnte Vereinsgeschehen, den Vorsitzender Christian Hoffmeister zusammengestellt hatte.  


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