Judith Fidler im Fachausschuss Meller Tourismusmanagerin will Konzept mit Leben füllen

Zünftige Wanderfreunde kamen im August 2011 zum 111. Deutschen Wandertag nach Melle. Auch das Tourismuskonzept der Stadt nimmt das Thema Wandern in den Blick. Foto: dpaZünftige Wanderfreunde kamen im August 2011 zum 111. Deutschen Wandertag nach Melle. Auch das Tourismuskonzept der Stadt nimmt das Thema Wandern in den Blick. Foto: dpa
Peter Steffen

Melle. Melles frischgebackene Tourismusmanagerin Judith Fidler stellte am Mittwochabend im Ausschuss für Kultur, Tourismus und Stadtmarketing erstmals ihre Pläne für das Stadtgebiet vor.

Oberstes Ziel sei es, das vorliegende Tourismuskonzept der Beratungsfirma „Project M“ umzusetzen. Das zeigt für Melle als touristische Schwerpunkte die Bereiche Wandern, Radfahren und Kultur/Sehenswürdigkeiten auf. „Meine Aufgabe ist es, das Konzept konkret mit Leben zu füllen“, sagte die 36-Jährige. Das geschehe in drei Zeithorizonten: Kurzfristig wolle sie Melle nach außen hin bekannter machen. Das könne in kleinen Schritten geschehen, wie beispielsweise über Ansichtskarten, die Gästen mitgegeben würden. 

Mittelfristig schwebt Judih Fidler ein Austausch der touristischen Anbieter untereinander vor. Dazu komme eine Gästebefragung. „Nur so können wir eine genaue Zielgruppe definieren“, sagte die Tourismus-Fachfrau.

Langfristig gehe es darum, Melle als eine profilorientierte Marke zu etablieren. Dazu müssten dann alle Marketing- und Vertriebskanäle genutzt werden.

Ausschussvorsitzender Christian Terbeck (CDU) fragte Judith Fidler, wie sie denn das erarbeitete Tourismuskonzept einschätze. „Project M hat einen guten Ruf in Deutschland, und wer sich mit Tourismus beschäftigt, kommt am Project M nicht vorbei“, meinte sie. Das Konzept für Melle enthalte viele gute Ideen und biete eine gute Grundlage für ihre Arbeit. „Jetzt müssen wir sehen, was in der Praxis umsetzbar ist.“

Nidge hat geantwortet

Petra Rosenbach, oberste Tourismusmanagerin in Stadt und Landkreis Osnabrück, skizzierte anschließend die für 2020 geplante Neuorganisation des Tourismusverbandes Osnabrücker Land. Damit würden Doppelstrukturen im Tourismussektor in Stadt- und Landkreis abgeschafft und alle Landkreis-Kommunen als Gesellschafter mit ins Boot geholt. Eine solche touristische Stadt-Umland-Kooperation habe dann eine deutschlandweite Vorbildfunktion.

Erfreuliches und Überraschendes hatte Gottfried Müller im Ausschuss zu berichten. Der Partnerschaftsbeauftragte der Stadt erklärte, inzwischen lägen Zusagen zur Teilnahme am 850-Jahr-Jubiläum Melles von fast allen Partnerstädten vor. Auch die türkische Stadt Nidge wolle einen Vertreter zu der Feier schicken. „Ein Name steht aber noch nicht fest, weil Ende März in der Türkei Kommunalwahlen stattfinden“, erklärte Müller.

Vorsitzender Terbeck fand es „bemerkenswert“, dass sich Nidge gemeldet hat. „Lange Zeit ruhte da ja still der See wegen der politischen Entwicklung.“


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