Gericht verhängt sechs Monate auf Bewährung Drogenanbau in Wohnung: 38-jähriger Meller verurteilt

Vor dem Amtsgericht in Osnabrück musste sich ein Mann aus Melle wegen des Anbaues von Drogen verantworten. Archivfoto: Swaantje HehmannVor dem Amtsgericht in Osnabrück musste sich ein Mann aus Melle wegen des Anbaues von Drogen verantworten. Archivfoto: Swaantje Hehmann
Swaantje Hehmann

Osnabrück/Melle.. Weil er sparen wollte, hat ein 38-Jähriger aus Melle sein Marihuana einfach selbst angebaut. Sein privater Kleingarten fiel allerdings auf und dank eines anonymen Tipps musste sich der Meller am Mittwoch vor dem Amtsgericht Osnabrück verantworten.

Dass er seit geraumer Zeit Marihuana-Konsument sei, gab der Meller in einer Einlassung über seinen Verteidiger zu: „Der Vorwurf ist zutreffend.“.

Und weil der Kauf stets recht teuer gewesen sein soll, hat der Angeklagte die Pflanzen in seiner privaten Wohnung dann selbst angebaut. In einem eigens dafür eingerichteten Zimmer zog er die Pflanzen und mithilfe spezieller Lüftungsschläuche und entsprechender Lampen sorgte er für ein passendes Klima und ein damit einhergehendes reges Wachstum des Grünzeugs.  

Doch das wurde schließlich im Rahmen einer Durchsuchung durch die Polizei sichergestellt. Ebenso wie rund 130 Gramm abgepackte Ware.    

Nach gerade einmal einer halben Stunde hatte das Gericht schließlich das Urteil parat: Sechs Monate auf Bewährung gibt es für den Meller, der wegen des Erwerbs von Marihuana bereits vorbestraft ist. Positiv auf die Strafe wirkte sich aus, dass der Meller die Weichdroge ausschließlich zum Eigenbedarf angebaut hatte und die Drogen nicht an andere verkauft haben soll.

Vom Drogenanbau will der ehemalige Meller erstmal anscheinend nichts mehr wissen. Vom Richter gab es für den Ernstfall aber noch einen Tipp mit auf den Weg: „Und falls Sie irgendwann doch noch einmal schwachen werden sollten, dann denken Sie einfach an mich.“


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