Im Stadtteil Gesmold Melle will 30 zusätzliche Krippenplätze schaffen

Das Gebäude des ehemalige Kindergartens „Schwalbennest“ soll demnächst 30 Krippenplätze beherbergen. Archivfoto: Christina WiesmannDas Gebäude des ehemalige Kindergartens „Schwalbennest“ soll demnächst 30 Krippenplätze beherbergen. Archivfoto: Christina Wiesmann

Gesmold. Drei Punkte standen am Dienstagabend im Mittelpunkt der Sitzung des Ortsrates im Meller Stadtteil Gesmold: Die Wiederherstellung des Kita-Gebäudes (ehemals Schwalbennest) für die Aufnahme von dringend benötigten Krippenplätzen, der Bebauungsplan Papenbrede und der Hochwasserschutz.

Eine Vertreterin des Bauamtes stellte die Planungen vor und sieht schalltechnisch keine Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft. Eine von mehreren Ortsratsmitgliedern angesprochene Ausweitung nach Westen ziehe nach Angaben der Fachfrau ein weiteres Verfahren nach sich. Daraufhin plädierte der Ortsrat unter Leitung von Ortsbürgermeister Michael Weßler für eine Aufnahme dieses Verfahrens.

Außerdem sprachen sich die Mitglieder dafür aus, die Immobilien an der Papenbrede (Feuerwehrhaus bis Parkplatz) zu sichern. So könne dort Planungshoheit erlangt werden, um eine gewollte Entwicklung wie beispielsweise Tagespflege zu ermöglichen. Abschließend beschloss der Ortsrat den Aufstellungsbeschluss mit den entsprechenden Anmerkungen einstimmig. 

Gesmold hat Bedarf an 36 Krippenplätzen. Vorhanden sind 15 im Kindergarten Sancta Maria. Diese Zahlen präsentierte Britta Itzek vom städtischen Amt für Familie, Bildung und Sport.

Träger schon gefunden

In dem ehemaligen Kindergarten Schwalbennest könnten 30 Krippenplätze geschaffen werden. Damit könnte nicht nur der Bedarf in Gesmold abgedeckt werden, sondern auch Nachbarstadteile würden profitieren. Die Trägerschaft der Einrichtung wird nach den Worten von Britta Itzek die kat. Kirchengemeinde St. Petrus übernehmen.

Natürlich müssten notwendigen Umbauarbeiten in dem Gebäude erfolgen und Mobiliar angeschafft werden. Dafür gibt es Fördermittel des Landes von bis zu 92 Prozent bei einer angedachten Gesamtinvestition von rund 400.000 Euro. „Der Ortsrat befürwortet die Maßnahme und es wird Wert darauf gelegt das die Krippengruppen zum 1. August 2019 ihre Arbeit aufnehmen um den Eltern Planungssicherheit zu geben“, erklärte Michael Weßler nach der Sitzung. Der Ortsrat sei der Kirchengemeinde zudem für die Übernahme der Trägerschaft dankbar. 

Wie sieht es eigentlich mit dem Hochwasserschutz für Gesmold aus?, wollte ein Anwohner wissen. Der Ortsbürgermeister verwies auf angelaufene Maßnahmen in Borgloh. Melle sei zudem bereit, auf Borgloher Gemeindegebiet eine Maßnahme umzusetzen, falls es zu einer Verständigung beider Kommunen komme. Zum Verständnis: Abgeleitetes Wasser aus Borgloh fließt wegen des Höhenunterschieds direkt nach Gesmold.

In Gesmold bereits angelegt sind nach Weßlers Worten die Flutrohre im Bereich der Westerhausener Straße. Außerdem wolle der Ortsrat auch die Planungen für die Umlegung der Alten Else wieder aufnehmen.

Verwiesen wurde zudem auf einen stattgefundenen Termin zwischen Mitgliedern des Ortsrat-Arbeitskreises "Wege Wegeseitenräume und Gewässer" mit Eigentümern von Flächen in Himmern, die für den Hochwasserschutz geeignet sind.


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