„Selbst gekocht schmeckt es besser“ Riemsloher Schüler freuen sich über Koch-Aktion der Landfrauen

Mit voller Konzentration schälten Dolunay, Oskar, Finja, Chayenne und Elyesa (vorne von links) die Kartoffeln. Fotos: Norbert WiegandMit voller Konzentration schälten Dolunay, Oskar, Finja, Chayenne und Elyesa (vorne von links) die Kartoffeln. Fotos: Norbert Wiegand

Riemsloh. Für eine willkommene Abwechslung vom normalen Unterricht sorgte am Dienstag und Mittwoch die Kochaktion der Landfrauen in der Grundschule in Riemsloh. Mehr als 130 Schüler aus allen acht Klassen erlebten jeweils eine Stunde, in der sie selbst mit regionalen Nahrungsmitteln kochen konnten.

„Das ist echt super, dass wir selber kochen dürfen“, freute sich Kira (10) aus der Klasse 4a schon auf den leckeren Imbiss nach dem Ende der Stunde. „Wir machen Kartoffeln, die mag ich besonders gerne“, meinte Jasmin (9), die schon im Vorjahr in der Kartoffel-AG mit eigenem Kartoffelacker mitgemacht hatte. Beim Schälen der Kartoffeln zeigten die Landfrauen einigen Kindern zunächst noch den richtigen Umgang mit Messern. 

„Diese praktische Kochaktion passt sehr gut zu unserem Unterricht, in dem wir auch das Thema Nahrungsmittel thematisieren“, ging Daniele Wagener, Klassenlehrerin der 4a, auf den pädagogischen Hintergrund der Aktion ein. Die regionale Herkunft der Lebensmittel bilde dabei einen inhaltlichen Schwerpunkt.

Rührei und Obstsalat

Gerda Stolle, Rita Sixtus und Lydia Buermann von den Riemsloher Landfrauen vermittelten an beiden Tagen den Kindern aus allen vier Jahrgängen einfache Kochrezepte. Am Dienstag wurde Butter geschüttelt, Quark-Joghurt-Speise und Rührei gemacht. Am Mittwoch gab es Quarkölteig-Brötchen, Obstsalat sowie Salzkartoffeln mit Kräuterquark und Remoulade.

Den Quark mit frischen Gartenkräutern rührte Jasmin Hartwig. Foto: Norbert Wiegand



„Neben dem Kochen und Backen ging es in den jeweiligen 45 Minuten aber auch darum, woher die Nahrungsmittel kommen und mit welcher Sorgfalt und Nachhaltigkeit sie von unseren Landwirten produziert werden“, berichtete Gerda Stolle. „So können wir wieder ein Stück mehr Transparenz schaffen und den Kindern Einblicke in unsere moderne Landwirtschaft geben“, ergänzte Lydia Buermann. Der Anlass für die Aktion sei das Motto der Grünen Woche in Berlin „Wir machen euch satt“.

Neue Eindrücke

„Viele Kinder nehmen durchaus neue Eindrücke mit nach Hause“, stellte Jürgen Sixtus, der Vorsitzende des Meller Kreislandvolkverbandes, bei der gemeinsamen Aktion von Landvolk und Landfrauen fest. Angesichts des guten Appetits der Mädchen und Jungen schlussfolgerte er: „Offensichtlich schmecken selbst gekochte Speisen besser als gekaufte – selbst solche, die man sonst eigentlich gar nicht mag.“


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