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13.02.2019, 17:15 Uhr KOMMENTAR

Erst mal in Melle informieren lassen

Christoph Franken


Klärschlamm ist zur Zeit überall ein aktuelles Thema: Das Foto zeigt ein Klärschlamm-Lager im emsländischen FrerenKlärschlamm ist zur Zeit überall ein aktuelles Thema: Das Foto zeigt ein Klärschlamm-Lager im emsländischen Freren

Melle. Die Pläne für eine Anlage zur Klärschlammverbrennung in Melle kommentiert Christoph Franken für das "Meller Kreisblatt".

Solange unsere Abwasser wenig Schadstoffe aufgewiesen haben, entstand ein Klärschlamm von guter Qualität. Das bislang von der Landwirtschaft als preiswerter Dünger gerne angenommene Produkt ist aber in Verruf geraten: Die Abwässer, die durch Toiletten und Waschbecken in die örtlichen Klärwerke geleitet werden, enthalten immer mehr Schadstoffe und Mikroplastik.

Zwar setzen Städte wie Bielefeld oder Fulda weiterhin auf die kostengünstige Ausbringung auf Felder, aber die Akzeptanz der Landwirte sinkt bundesweit. Gleichzeitig gehen die Möglichkeiten der Mitverbrennung in Kraftwerken oder der Zementindustrie zurück. Das Umweltbundesamt favorisiert daher klar kleine dezentrale Verbrennungsanlagen.

Genau das will Walter Huning in Melle realisieren. Politik und Öffentlichkeit sollten dem Projekt daher unvoreingenommen gegenübertreten und sich informieren lassen.


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