Neues Buch „Melle in Bewegung“ Wie viele Tankstellen gab es 1900 in Melle?

Kurze Texte, viele Bilder ist das Konzept von „Melle in Bewegung“. Foto: Bernd MeyerKurze Texte, viele Bilder ist das Konzept von „Melle in Bewegung“. Foto: Bernd Meyer

Melle. Das Buchprojekt „Melle in Bewegung“ ist auf der Zielgeraden. Es verknüpft die Stadtgeschichte mit der Entwicklung der Mobilität.

Die Geschichte von der Ersterwähnung des Grönegaus vor fast 1200 Jahren über die Ersterwähnung Melles vor 850 Jahren bis heute wird in Bildern mit kurzen Texten nachvollzogen. Parallel wird die Entwicklung der Mobilität geschildert und mit Bildern dokumentiert.

Jedes Datum der Meller Geschichte beginnt mit einem Bild und wird durch einen Textbeitrag komplettiert. Einen breiten Raum nimmt das Geschehen auf Meller Straßen der vergangenen 150 Jahre vom Ochsenkarren und Ackerwagen über das Fahrrad, Kinderwagen bis zu Autos, Bussen, Lkw ein.

„Sehr interessant sind die Aufnahmen, die von Mellern neben ihrem Oldtimer gemacht wurden. In Meller Garagen stehen viele alte Autos, die einen begeistern können“, schwärmt Autor Bernd Meyer.

Fahrzeugbau in Buer

Meyer: „Wussten Sie, dass in Buer nach dem Krieg Fahrzeuge gebaut wurden? Vier Jahre lang wurden Miniatur-Pkw und -Lkw hergestellt.“ Das schildert die Geschichte des Autowerkes Wiking mit unter anderem einem 1950 gebauten Lkw mit Aufschrift „Eilverkehr Melle-Buer.“ Das Fahrzeug hat einen recht hohen Wert unter Sammlern.

Das Automuseum kommt ebenfalls nicht zu kurz. Museumsleiter Heiner Rössler hat einige Berichte verfasst, die besondere Autodetails und Begebenheiten in Melle erklären. Ähnliches gilt für das Traktorenmuseum in Meesdorf.

Dapolin und Nitalin

Ohne Energie keine Bewegung. Das Buch beantwortet auch die Frage, wie viele Tankstellen es in Melle seit 1900 gegeben hat und wie viele es heute noch sind. Von über 80 Tankstellen berichtet das Buch; von alten Benzinsorten wie Dapolin und Nitalin und stellt historischen Fotos zeitgenössische gegenüber.

Und was wäre Melle ohne die Betriebe, die direkt für die Autoindustrie arbeiten, die Autohäuser und die vielen Werkstätten?

Erscheinen wird das Werk Ende März bis Anfang April. Herausgeber ist der Heimatverein Gesmold.

„Melle in Bewegung“ wird gut 230 Seiten stark sein und im Din-A4-Format gefasst. Ziel ist es, Melle einmal anders, nämlich „bildgeführt“ darzustellen, erläutert Autor Bernd Meyer.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN