Mit dem neuen VHS-Japanisch-Kurs Meller gehen mit VHS-Kurs ins Land der aufgehenden Sonne

Norbert Wiegand

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Einblicke in die japanische Sprache und Kultur gab Lukas Gawor (4. von rechts) den Teilnehmern des Schnupperkurses. Foto: Norbert WiegandEinblicke in die japanische Sprache und Kultur gab Lukas Gawor (4. von rechts) den Teilnehmern des Schnupperkurses. Foto: Norbert Wiegand

Melle. Eine bevorstehende Reise und kulturelles Interesse – das sind die wesentlichen Beweggründe, an einem Sprach-Kurs „Japanisch“ teilzunehmen. Das zeigte ein Besuch beim vierstündigen VHS-Schnupperkurs. Nach einigen Jahren Pause hat die Volkshochschule in Melle auch wieder einen Grundkurs „Japanisch intensiv“ im Programm.

„Ich möchte im April sprachlich nicht völlig unbedarft nach Japan reisen“, nennt Claudia Wagner ihre Gründe für die Beteiligung am Schnupperkurs. Das Faszinierende und Anziehende an Japan ist für sie das dortige „enge Nebeneinander von Tradition und Moderne“. 

Kim Bergmann und Alexander Gronau sind Fans von Fernreisen. Statt die USA weiter zu erkunden wollen sie demnächst als Individualreisende nach Japan. „Da wir uns dort selbständig zurechtfinden müssen, wollen wir uns vorher Sprachkenntnisse zur Verständigung aneignen“, erklärt Gronau.

Johann Deters betreibt ein kleine Kampfsportschule in Osnabrück und hat dadurch eine Beziehung zu japanischer Kultur und Sprache. Für japanische Lebenseinstellung und Lebensweise interessiert sich Jan-Philipp Friehe, deshalb will er auch einen Einblick in die Sprache. 

Regina Grafunder hat E-Mail- und Brieffreundschaften mit japanischen Abba-Fans, denen sie einige japanische Sätze zurückschreiben möchte. „Außerdem kann ich dann vielleicht Überschriften von japanischen Zeitungsartikeln über Abba lesen“, ergänzt sie. Ihrer Tochter Anna Lucy Grafunder gefallen die Schriftzeichen und der Klang der Sprache.

Erst mal Schnupperkurs

Regina Grafunder wundert sich, „wie viel man in einem vierstündigen Schnupperkurs lernen kann“. Eine kleine Konversationsrunde zum Ausklang des Kurses mit Kursleiter Lukas Gawor und untereinander funktioniert gut: „Guten Tag“, „Wo kommen Sie her?“, „Ich bin Deutscher“ und „Ich freue mich, Sie kennenzulernen“, gehören zu den einfachen Grußformeln, Redewendungen und Höflichkeiten, die die Teilnehmer bereits auf Japanisch beherrschen. 

Es gibt aber nicht nur Einblicke in die gesprochene Sprache. Lukas Gawor macht die Japanisch-Schüler auch mit Schriftzeichen für die Vokale vertraut, geht auf die Ursprünge der japanischen Sprache, kulturelle Eigenarten und die japanische Lebensweise ein. „Japanisch ist keine schwierige, aber eine sehr lern-intensive Sprache“, macht er klar, dass viel gelernt, wiederholt und geübt werden muss.

Kursleiter Lukas Gawor ist wissenschaftlicher Japanologe und hat in Japan eine Sprachlehrerausbildung absolviert. Für ihn ist das Vermitteln der Sprache an andere Menschen ein Ausgleich zu seiner „trockenen“ Forschertätigkeit: „Es ist mir eine Freude, wenn ich merke, dass sich bei Schülern das Herz für die japanische Kultur öffnet“. 

Nach dem Schnupperkurs gibt er einen weiteren Grundkurs „Japanisch intensiv“ an den sechs folgenden Samstagvormittagen jeweils von 10 Uhr bis 13.15 Uhr. Zehn Anmeldungen liegen bereits vor, die maximale Teilnehmerzahl ist 14. Aktuelle Infos über noch freie Plätze gibt es unter Telefon 05422/952759. In diesem Kurs lernen die Teilnehmer, kurze Unterhaltungen zu führen und sich in Alltagssituationen zu verständigen.

Über die „positive Resonanz“ auf die wieder angebotenen Japanisch-Kurse freut sich die Meller VHS-Leiterin Sylke Witte. „Voraussichtlich werden wir auch im nächsten Semester wieder Japanisch im Programm haben“, kündigt VHS-Mitarbeiterin Johanna Niedernüfemann an. 


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