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30.01.2019, 14:44 Uhr KOMMENTAR

Das geht der Meller Matthäusgemeinde ans Herz

Ein Kommentar von Michael Hengehold


St. Matthäus Melle: Die neue Kirche. Foto: St. MatthäusgemeindeSt. Matthäus Melle: Die neue Kirche. Foto: St. Matthäusgemeinde

Melle. Verständlicherweise sind die Meinungen zur Verkleinerung der Meller Matthäuskirche gespalten. Immerhin geht es um das zentrale Gebäude des Gemeindelebens. Doch die Gefühle und Meinungen der Mitglieder sind eigentlich gar nicht so entscheidend, findet unser Kommentator.

In einer christlichen Gemeinde ist das Kirchengebäude der zentrale Ort, mithin das Herz der Gemeinde. Ein Gemeindehaus kann man umbauen, da ist Funktionalität gefragt, das lässt sich diskutieren. An der Gestaltung einer Kirche zu rütteln weckt hingegen Emotionen aus viel tieferen Schichten. Da geht es ans Eingemachte, eben ans Herz.

Nun haben die Ideengeber gute Gründe, eine Verkleinerung des Kirchenraumes zur Diskussion zu stellen: stark sinkende Zahlen beim Gottesdienstbesuch, zukünftige Wirtschaftlichkeit des Gebäudes. Natürlich reagiert ein Teil der Gemeinde auf diese rein sachlichen Argumente emotional, mit Ablehnung. Den lieb gewonnenen Ort möchte man nicht nachhaltig verändert sehen. Verständlich.

Doch sollte es in der Diskussion eben nicht so sehr um die eigene Befindlichkeit gehen. Sondern darum, eine Weichenstellung für die kommenden Jahrzehnte vorzunehmen. Da ist eine Veränderung unumgänglich.

Sicherlich ist so manchem die Vorstellung, Gottesdienst neben den Toten zu feiern, überdies unheimlich. Auch verständlich. Alle jene erhalten die Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen, die Matthäusgemeinde zukunftsfest zu machen.


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