Spielschar des MGV Sondermühlen Meller Spielschar führt „E-Mail van Oma“ auf


Melle Einen gelungenen Angriff auf die Lachmuskeln startete die Spielschar des MGV Cäcilia Sondermühlen mit der Premiere ihres neuen Theaterstückes „E-Mail van Oma“.

Seit seine Frau mit dem Pastor durchgebrannt ist, interessiert sich Bauer Hieronymus Schriewer – kurz Ronnie genannt – nur noch für seine italienischen Hühner. Sein Sohn Hannes hat mit der weiblichen Hälfte der Bevölkerung bislang auch nicht viel im Sinn. Für Oma Hedwig steht in dieser wenig erfreulichen Lage fest: Sie muss dem Glück der beiden ein wenig nachhelfen. Eine geeignete Kandidatin für Hannes scheint gar nicht fern. Für Ronnie, der den Hof kaum noch verlässt, ist eine Frau schon schwerer zu finden. Da hilft nur eine „E-Mail van Oma“.

Mit dem gleichnamigen Stück strapaziert die Spielschar des MGV Cäcilia Sondermühlen noch an vier Aufführungsterminen die Lachmuskeln der Theaterfreunde. Für die schwungvolle Einstimmung sorgten zur Premiere am Sonntag die Sänger des MGV. Während sie unter der Leitung von Holger Dolkemeyer nach Udo Jürgens von „Anuschka“ schwärmten, war auf dem Hof Schriewer von der holden Weiblichkeit nicht viel zu sehen.

Jens Thöle schlüpft für das plattdeutsche Stück von Autor Hermann Eistrup in die Rolle des brummigen Bauern Ronnie. Der wurde nicht nur von seiner Frau sitzen gelassen, sondern beklagt – viel schlimmer – auch noch den Tod seiner besten Zuchthenne. Sein Sohn Hannes (Dominik Strothmann) sitzt in seiner Freizeit nur noch vor „düssen Komputer“. Doch Oma Hedwig (Margret Lindemann) ist nicht länger gewillt, die unhaltbaren Zustände hinzunehmen. Sie bringt nicht nur der jungen Nachbarin Gesa (Verena Strothmann) wirkungsvoll das „Eenmoleene vanne Mannslüe“ bei. Von ihrer Freundin Trude (Melanie Metasch) lässt sie sich sogar in die Geheimnisse der modernen Kommunikation einweihen.

Dass gleichzeitig Hieronymus mit seinem Freund Bernd (Hans-Georg Geise) im Internet nach einer „jungen Italienske“ sucht, trägt nicht gerade zur Übersichtlichkeit der Lage bei. Bereits seit Oktober laufen die Proben für die Komödie, die mit treffendem Sprachwitz, herrlicher Situationskomik und mit echten Originalen auf der Bühne für beste Unterhaltung sorgt. Als Frauenzimmer mit „schlagenden Argumenten“ steht in der Rolle von Bernds Frau Berta dabei Susanne Lührmann auf der Bühne. In weiteren Rollen spielen Sebastian Strothmann als Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins, Cora Dammann als Zeitschriftenverkäuferin und Simone Spreckelmeyer als Hühnerzüchterin Sina Hoppenstedt.

Ein besonderer Dank galt zur Premiere dem langjährigen Spielleiter: Alfons Garlich feiert mit der aktuellen Aufführung sein 40-jähriges Bühnenjubiläum. In „De Schelm van Mühlenbrook“ stand er 1979 zum ersten Mal als Spieler auf der Bühne. Seit 1997 führt er selbst die Regie. Mit ihm tragen viele Hände hinter den Kulissen engagiert zum Erfolg des Stückes bei. Den angemessenen Rahmen schuf dafür ein versiertes Bühnenbauteam. Die Technik liegt in den Händen von Jürgen Osieka, Marco Dreyer und Michael Ronne. Für die Maske zeichnet Anja Kuhlmann verantwortlich. Als Souffleur agiert Hans-Kurt Kellermann.

Für das Stück „E-Mail van Oma“ hebt sich der Vorhang erneut am Freitag, 18. Januar, um 19 Uhr, am Sonntag, 20. und 27. Januar, jeweils um 15.30 Uhr sowie am Samstag, 26. Januar, um 19 Uhr.


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