Standesamt legt Jahresstatistik vor Fast 250 Hochzeiten im Jahr 2018 in Melle

Im Trend: Die Niedersachsen heiraten häufiger. Das trifft auch auf Melle zu. Foto: dpaIm Trend: Die Niedersachsen heiraten häufiger. Das trifft auch auf Melle zu. Foto: dpa

Melle. Mehr Sterbefälle, mehr Eheschließungen und mehr Kirchenaustritte: Diese Entwicklung verzeichnet das Standesamt Melle im Jahr 2018.

Es wird wieder mehr geheiratet: Die Zahl der Eheschließungen ist in Melle weiter angestiegen, teilt Stadtsprecher Jürgen Krämer auf Anfrage unserer Redaktion mit. Während sich im Jahre 2018 insgesamt 247 Paare das Ja-Wort gaben, waren es im Jahr zuvor 224 und im Jahr 2016 insgesamt 215. Als die beliebtesten Heiratsmonate erwiesen sich die Monate Juni mit 33 Trauungen und der August mit 34 Eheschließungen.

Mehr Sterbefälle

Nur wenige Gänge zum Standesamt gab es im Januar mit sieben Trauungen und im Februar mit acht Ja-Worten. Bei der Namensführung einigten sich 213 Paare auf einen gemeinsamen Familiennamen, wobei in 188 Fällen der Nachname des Mannes und in 25 Fällen der Nachname der Frau gewählt wurde. Doppelnamen schlagen in der Statistik 2018 mit insgesamt 23 Fälle zu Buche, während sich 34 Paare darauf verständigten, keinen gemeinsamen Familiennamen zu führen. Nachdem im Oktober 2017 die „Ehe für alle“ eingeführt worden war, kam es zur Umwandlung von sechs gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften in eine Ehe sowie zu einer Eheschließung eines gleichgeschlechtlichen Paares.

Überwiegend wählten die Paare das Rathaus als Ort für ihre Traaung aus. 16 Paare gaben sich auf Schloss Gesmold das Ja-Wort, und zwei Eheschließungen erfolgten in der Alten Posthalterei, gab Jürgen Krämer bekannt.

Fast 500 Menschen starben

Auch die Anzahl der Sterbefälle ist nach Angaben des Stadtsprechers im vergangenen Jahr in Melle leicht gestiegen. So verstarben im Jahr 2018 insgesamt 498 Menschen. Im Vorjahr waren es 472 und im Jahr 2016 insgesamt 507 Personen.

Dabei handelte es sich der aktuellen Statistik zufolge um 226 männliche und 272 weibliche Personen. In den Monaten Juni und Dezember wurde demnach die geringste Anzahl von Sterbefällen registriert, hingegen in den Monaten Februar, März und April die höchste Anzahl.

Mehr Kirchenaustritte

18 Prozent der Verstorbenen wohnten außerhalb von Melle. Im Jahre 2017 waren dies 17 Prozent und im Jahr zuvor 15 Prozent. Einen Anstieg gab es auch bei den Kirchenaustritten: „Im Vergleich zu 2017 erhöhte sich die Zahl der Austritte in Melle“, betont Jürgen Krämer. Aus den Kirchen traten demnach 234 Personen aus. Im Vorjahr waren es 194 und in 2016 insgesamt 151.

156 Austritte verzeichnete die evangelisch-lutherische Kirche, 75 die katholische Kirche, und zwei Schäfchen kehrten der evangelisch-reformierten Kirche den Rücken.


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