Kunden sind sonntags gut gelaunt Verkaufsoffene Sonntage in Melle bleiben

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Symbolfoto: dpaSymbolfoto: dpa

Melle. Die aktuelle Entscheidung der Osnabrücker Einzelhändler, angesichts der unklaren rechtlichen Lage in diesem Jahr ganz auf verkaufsoffene Sonntage zu verzichten, findet keine Nachahmer in Melle. Meik Kuhr (47), einer der beiden stellvertretenden Vorstände der Werbegemeinschaft Melle-City, erklärt, warum.

Herr Kuhr, hat die Entscheidung ihrer Osnabrücker Kollegen Auswirkungen auf Melle?

Ein klares Nein. Ich gehe davon aus, dass auch 2019 unsere vier verkaufsoffenen Sonntage in Melle stattfinden werden. Die sind nämlich im Unterschied zu Osnabrück bei uns anlassbezogenen. Es handelt sich bei den Veranstaltungen um den Meller Riesenspaß in Verbindung mit der Immobilien-Messe, um Melle tischt auf, das Herbstfest und um Fabelhaftes Melle.

Die Gewerkschaft Verdi hat in der Region im vergangenen Jahr reihenweise angedachte verkaufsoffene Sonntage gekippt, hinter denen keine etablierten Veranstaltungen standen. Wie beurteilen Sie das?

Verdi sagt, sie tue das, weil sie die Belange der Beschäftigten im Einzelhandel vertrete. Wir haben da aber ganz andere Erfahrungen gemacht und nie Probleme gehabt, Mitarbeiter für diese Sonntag zu finden. Im Gegenteil: Unsere Mitarbeiter arbeiten an den verkaufsoffenen Sonntagen aus zwei Gründen sogar sehr gerne. Zum einen wird Sonntagsarbeitszeit doppelt ausgeglichen. Wer also die fünf Stunden sonntags arbeitet, bekommt zehn Stunden gut geschrieben. Zum anderen freuen sich unsere Mitarbeiter immer über die entspannte Einkaufsatmosphäre an den Sonntagen. Die Kunden sind gut gelaunt, kommen oft mit ihren Familien und bringen Zeit mit, um sich beraten zu lassen. Da wird dann natürlich auch gerne gearbeitet und den ansonsten auch mal unbeliebten Leerlauf gibt es an diesen Tagen dann auch nicht.

Was zeichnet verkaufsoffene Sonntag aus Sicht der Einzelhändler noch aus?

Die Tatsache, dass dann stets zahlreiche auswärtige Kunden kommen. Wir erkennen das nicht nur an den Autokennzeichen HF (Herford), GT (Gütersloh) und BI (Bielefeld), sondern auch den EC-Karten. Wenn die bei uns auf den Tisch gelegt werden, lesen wir an den Sonntagen häufig die Namen von Kreditinstituten aus Werther, Spenge oder auch Borgholzhausen.

Eines aber eint alle Einzelhändler im Land: Unser aller Wunsch ist es, dass schnellstmöglich ein Gesetz auf den Weg gebracht wird, mit dem Verdi, die Ordnungsämter und wir Einzelhändler leben können.


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