Neujahrsempfang mit 100 Gästen Vier Jubiläumsvereine und ein Festwochenende in Gesmold

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450 Jahre alt sind die Vereine zusammen, die beim Neujahrsempfang von ihren Sprechern Werner Stieve, Michael Weßler, Gertrud Osterheider und Johannes Morkötter präsentiert wurden. Foto: Norbert Wiegand450 Jahre alt sind die Vereine zusammen, die beim Neujahrsempfang von ihren Sprechern Werner Stieve, Michael Weßler, Gertrud Osterheider und Johannes Morkötter präsentiert wurden. Foto: Norbert Wiegand

Gesmold. Der SV Viktoria, Kolping und die Katholische Frauengemeinschaft (KFD) feiern in diesem Jahr in Gesmold ihr 100-jähriges Bestehen. Der Männergesangverein (MGV) wird 150 Jahre alt. Beim Neujahrsempfang am Mittwochabend im Gasthof Wortmann-Klockenbrink gaben die vier Jubiläumsvereine bekannt, dass sie ein gemeinsames Festwochenende vom 24. bis zum 26. Mai planen, als Dorffest mit Blaskapelle und vorgelagertem Rockmusikabend.

Die Sprecher der vier Vereine traten gemeinsam vor die annähernd 100 Repräsentanten örtlicher Vereine, Verbände, Institutionen, Kirchengemeinden und Unternehmen, um ihre bisherigen Planungen für eine Vielzahl an Feiern vorzustellen. Vor allem der Viktoria-Vorsitzende Johannes „Timmi“ Morkötter präsentierte ein ganzes Bündel mit Festveranstaltungen vom Franz-Gramann-Turnier über eine Dorf-Sportrallye bis zum Heimatabend, der mit Beiträgen von vielen anderen Vereinen angereichert werden soll.

Zusätzlich zu den gemeinsamen Feiern kündigte Sprecherin Gertrud Osterheider einen eigenen Festhöhepunkt der KFD am 2. März im Zusammenhang mit der traditionellen Karnevalsfeier an. Der Festakt der Kolpingsfamilie Gesmold sei für den 28. September geplant, verriet der Vorsitzende Werner Stieve. Ortsbürgermeister und Sänger Michael Weßler ging als Sprecher des MGV kurz auf die Geschichte des Vereins ein, der 1869 von zwölf Männern auf dem Schimm gegründet wurde.

Pater spielt Badminton

Neuerungen in der Leitung der katholischen Gemeinde Gesmold/Wellingholzhausen erläuterte Michael Göcking. Der neue Pfarrbeauftragte berichtete, dass er zusammen mit Pater Thomas Parathattel als Sternsinger in Oberholsten unterwegs war und gegenwärtig dabei ist, den Gesmolder Gemeindeteil mit allen Außenbereichen immer besser kennenzulernen. Pater Thomas wohnt seit Dezember in Gesmold und ist, zur Freude von Ortsbürgermeister Michael Weßler, bereits im Vereinsleben aktiv - als Badminton-Spieler beim SV Viktoria.

Neujahrswünsche der evangelisch-lutherischen Petrigemeinde überbrachte Pastor Richard Schröder. „Der Sonntagsgottesdienst in der Meller Petrikirche beginnt neuerdings erst um 10 Uhr – da können es auch Gesmolder, die sonntags gerne etwas länger schlafen, pünktlich bis zum Kirchenportal schaffen“, meinte Schröder mit einem Augenzwinkern.

Als wenn die Gesmolder 2019 nicht schon genug eigene Feiern hätten, kommt auch noch das 850-jährige Jubiläum der Stadt Melle dazu. Den Stand der Feier-Planungen erläuterte Ina Wien vom Stadtmarketing mit einem Power-Point-Vortrag. Unter dem Motto „Gestern – heute – morgen“ solle „Stadtgeschichte erlebbar“ werden. Ein weiteres Kernziel sei die „intensive Einbindung von Bürgern und Vereinen“ in die Organisation der Veranstaltungen.

Bunte Truppe

Das zentrale Festwochende mit Großbühne auf dem Böckmann-Parkplatz findet vom 28. bis 30. Juni statt. Derzeit kümmern sich sieben Arbeitsgruppen um die Schwerpunkte „Junges Melle“, „Kunst/Kultur/Musik“, „Heimatgeschichte“, „Sport“, „Wirtschaft/Technik“, „Melle international“ und „Umwelt/Landwirtschaft“. „Trotz der vielen eigenen Feiern werden wir Gesmolder uns mit einer bunten Truppe aus mehreren Vereinen in die Meller Festlichkeiten einbringen“, versicherte Ortsbürgermeister Michael Weßler.

Senioren haben es schwer

„Ich bin beeindruckt vom ehrenamtlichen Engagement in Gesmold“, stellte sich Katja Rauer als neue Freiwilligen-Koordinatorin der Stadt vor. Melles Bürgermeister Reinhard Scholz ging in seiner Anprache auch auf vordringliche Ziele der Stadtpolitk ein. Dazu gehörten die digitale Versorgung mit „100 Mbit für jeden Haushalt“ und eine „Tagespflege für jeden Stadtteil“.

Seppel Pabst wies in seinem Diskussionsbeitrag auf die fehlende Infrastruktur bei der Altenbetreuung in Gesmold hin und beklagte das Fehlen eines Cafés als möglichen Treffpunkt für Senioren. Über den aktuellen Finanzbedarf von 40.000 Euro für Planungskosten berichtete ein Sprecher der Radweg-Initiative Allendorfer Straße.


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