Siegerteam mit Vater und Sohn SC Melle verteidigt Titel bei Hallenstadtmeisterschaften


Melle Zum vierten Mal in Folge haben die Landesligafußballer des SC Melle die Meller Hallenstadtmeisterschaft gewonnen. Bei der 23. Auflage des Turniers setzte sich der Titelverteidiger und amtierender Hüggelcupsieger im Finale erst nach Neunmeterschießen gegen Viktoria Gesmold durch.

Mit Malte Moß, Konstantin Strohmeyer und Maurice Pörschke standen in der Sporthalle Lindath-Südwest nur drei Spieler im SCM-Kader, die auch beim Hüggelcup aktiv waren. Eine Besonderheit: Beim späteren Titelgewinner spielten mit Fatmir und Jordan Dusinovic Vater und Sohn gemeinsam in einem Team.

Bereits am Samstag in der Vorrunde hatten sich die Gruppenfavoriten mehr oder weniger souverän durchgesetzt. Der TV Neuenkirchen und der TSV Riemsloh sicherten sich die Endrundentickets ohne Punktverluste. Auch der TSV Westerhausen, der TSV Riemsloh II und Viktoria Gesmold II kamen ohne größere Probleme weiter. Spannender machte es SuS Buer mit nur einem Punkt Vorsprung auf den drittplatzierten TSV Westerhausen II.

Sieg nach Neunmeterschießen

Am Endrundentag hinterließ Viktoria Gesmold einen starken Eindruck und überstand die Gruppe mit vier Siegen aus vier Spielen. Hochspannung hatte das entscheidende Spiel um den zweiten Gruppenplatz zwischen dem SC Melle II und dem TV Neuenkirchen zu bieten. Die SCM-Reserve wäre mit einem Unentschieden weiter gewesen, geriet aber durch ein Eigentor in Rückstand. Martin Hamilton vergab frei vor dem Tor eine große Chance für den TVN und traf nur die Latte. 22 Sekunden vor Schluss sicherte Lukas Seelhöfer der SCM-Reserve schließlich den Ausgleich und das Halbfinalticket.

In der zweiten Endrundengruppe setzte sich der SCM mit zehn Punkten als Gruppensieger durch. Der TSV Riemsloh musste hilflos mit ansehen, wie der TSV Westerhausen mit einem 5:1-Erfolg gegen den SV Melle Türkspor im letzten Gruppenspiel noch auf den zweiten Platz kletterte und das stark aufspielende Team von Trainer Manuel Hausner aus dem Turnier warf.

Im ersten Halbfinale setzte sich der SCM dank zweier Treffern vom erfahrenen Fatmir Dusinovic mit 2:0 gegen die eigene Reserve durch. Viktoria Gesmold gewann 3:2 gegen den TSV Westerhausen im Neunmeterschießen. Das Spiel um Platz drei entschied der SCM II mit 2:0 gegen Westerhausen für sich.

Hochspannung hatte das Endspiel zwischen dem SCM und Gesmold zu bieten. Die Viktoria hatte das Turnier zuletzt 2006 gewonnen und war entsprechend motiviert. Beide Teams spielten mutig nach vorne, Tore blieben aber Mangelware. So fiel die Entscheidung erst im Neunmeterschießen, das der SCM mit 3:2 gewann und sich den vierten Titel in Serie sicherte.

„Für mich war das eine riesen Sache, dass ich mit meinem Sohn zusammengespielt habe. Es hat Spaß gemacht. Am Ende haben wir nicht unglücklich gewonnen“, freute sich Fatmir Dusinovic vom SCM über den Titelgewinn. Die Frage nach der Anzahl der gewonnen Titel konnte der erfahrene Hallenspieler schnell beantworten: „Ich habe letztens mal durchgezählt. Den Hüggelcup habe ich elfmal gewonnen, das Masters fünfmal und hier ist das der dritte Titel.“

Hettwer enttäuscht

Ein wenig enttäuscht zeigte sich Viktoria Viktoria-Trainer Benjamin Hettwer nach der Finalniederlage: „Es hat sich keiner verletzt. Wir haben eine souveräne Vorrunde gespielt und sind verdient ins Finale gekommen. Wir hatten Melle am Rand einer Niederlage. Schade, dass es nicht geklappt hat. Das wäre das I-Tüpfelchen gewesen.“

Als bester Torhüter des Turniers wurde Timo Hoffmann vom TSV Westerhausen ausgezeichnet. Torschützenkönig wurde Nils Köchy vom TSV Riemsloh, der auch mit überwältigender Mehrheit zum besten Spieler des Turniers gewählt wurde. Der Youngster erhielt neun von zwölf möglichen Stimmen und überzeugte durch quirlige Dribblings und hohe Ballsicherheit.

Während der Siegerehrung bedankte sich Organisator Detlef Pleister bei den Schiedsrichtern, den Helfern und den Teams für ihr faires Verhalten auf dem Feld. Ausdrücklich lobte Pleister den SCM, SuS Buer und den TSV Riemsloh, die bereits seit Jahren mit mehreren Mannschaften an dem Turnier teilnehmen. Außerdem äußerte Pleister den Wunsch, das Turnier im kommenden Jahr vielleicht endlich wieder in der Sporthalle an der Haferstraße austragen zu können.

Melles Bürgermeister Reinhard Scholz hatte darauf eine positive Antwort parat: „Wir werden – und das kann ich zusagen – im nächsten Jahr die Haferstraßenhalle wieder offen haben. Ich würde mich freuen, wenn wir uns alle im nächsten Jahr zum Turnier 2020 in der Haferstraßenhalle, die Sie nicht wiedererkennen werden, wiedersehen.“


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