Polizei zieht Bilanz zur Silvesternacht Großeinsatz in Meller Großraumdiskothek Naava

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Vom Meller Balkon aus haben viele Schaulustige das neue Jahr willkommen geheißen. Foto: Dieter ErmshausVom Meller Balkon aus haben viele Schaulustige das neue Jahr willkommen geheißen. Foto: Dieter Ermshaus

Melle. Ein Großeinsatz mit zehn Streifenwagen, lediglich ein kleiner Brand, das 850. Baby im Klinikum sowie fünf Verletzte im Zusammenhang mit Böllern: Die Silvesterbilanz von Polizei, Feuerwehr und Meller Krankenhaus fällt ganz unterschiedlich aus.

„Das war kein guter Start ins neue Jahr“, so kommentierte ein Sprecher der Meller Polizei den Großeinsatz mit insgesamt zehn Streifenwagen.

Zehn Streifenwagen

Einmal mehr waren die Ordnungshüter zur Diskothek Naava gerufen worden, wo es in der Silvesternacht zu einer Auseinandersetzung gekommen war. Auf Nachfrage teilte die Meller Polizei mit, dass in der Großraumdiskothek zwei größeren Personengruppen aneinandergeraten waren. Der Streit spielte sich demnach innerhalb der Discothek ab, woraufhin Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei, der Autobahnpolizei sowie Polizeikräfte aus Melle, GM-Hütte und Belm hinzugezogen wurden, um die Streithähne zu trennen. Fäuste sollen geflogen sein, es gab mehrere Gesichtsverletzungen, resümierte die Polizei.

Gruppen getrennt

Eine der beiden Gruppen wurde nach draußen dirigiert, die andere blieb zunächst in den Räumlichkeiten. Zwei Männer haben sich den Angaben zufolge den Anweisungen der Polizei widersetzt. Sie wurden daraufhin in Gewahrsam genommen, im Laufe des Vormittags aber wieder auf freien Fuß gesetzt.

Relativ ruhig verlief demgegenüber der Jahreswechsel für die Kollegen im Meller Krankenhaus: „Wir haben die Silvesternacht schon schlimmer erlebt“, berichtete Thomas Placke, der in der zentralen Patientenaufnahme seinen Dienst verrichtete.

Das medizinische Personal musste demnach fünf Verletzte behandeln, davon zwei junge Erwachsene und drei Kinder, die sich im Umgang mit Böllern verletzt hatten. Es gab Fälle von Verbrennungen an Händen und Oberschenkeln; ein Kind war von einem Böller am Kopf getroffen worden. Alle Verletzten konnten das Klinikum nach ambulanter Versorgung wieder verlassen.

Rausch ausgeschlafen

Das galt auch für die drei alkoholisierten jungen Leute, die Silvester eingeliefert worden waren und die das CKM wieder verlassen konnten, nachdem sie ihren Rausch ausgeschlafen hatten. Zum Glück sei niemand aggressiv gewesen, bilanzierte Thomas Placke.

Freudige Nachricht von der Entbindungsstation: Dort wurde nach Auskunft von Andrea Jörding am Silvestertag das 850. Baby geboren: „So viele wie noch nie“, freute sich Andrea Jörding. Und sie wartete gleich mit einer weiteren guten Nachricht auf, denn am ersten Tag des neuen Jahres wurde im CKM ein Neujahrsbaby geboren.

Verfolgungsjagd

Lediglich einen kleinen Einsatz gab es für die Ortsfeuerwehr St. Annen. Sie musste am frühen Neujahrsmorgen um 4.45 Uhr zu einem Brand nach Schiplage ausrücken, wo ein Kastanienbaum aus bislang nicht geklärter Ursache Feuer gefangen hatte. 13 Einsatzkräfte waren vor Ort, um die Flammen zu löschen: „Ansonsten ist es ruhig geblieben“, erklärte Feuerwehrsprecher Martin Dove.

Aus Sicht der Stadtverwaltung ist der Jahreswechsel ohne größere Auffälligkeiten verlaufen, teilte Stadtsprecher Jürgen Krämer auf Anfrage mit. Dem städtischen Beschwerde-Management sei bis zum Mittag des Neujahrstages per E-Mail lediglich ein Vorfall gemeldet worden. So hätten Unbekannte im Bereich der Lindath in Melle-Mitte eine Baustellenabsperrung in einen Garten geworfen. Die Täter sind unerkannt entkommen.

Insgesamt war die Silvesternacht für die Polizei in Stadt und Landkreis unruhig und arbeitsintensiv. So wurden die Kollegen in der Zeit zwischen 19 Uhr und 7 Uhr zu insgesamt etwa 200 Einsätzen gerufen. Streitigkeiten mussten geschlichtet und zahlreiche Körpverletzungsdelikte aufgenommen werden, heißt es in der Bilanz der Polizeiinspektion Osnabrück.

Fußgänger fast angefahren

Unterdessen ermittelt die Meller Polizei gegen den Fahrer oder Fahrerin eines grauen Mercedes CLA, der am Sonntagabend durch seine rücksichtslose Fahrweise aufgefallen war. Das Fahrzeug sollte um 20.45 Uhr im Bereich der Oldendorfer Straße kontrolliert werden. Auf Anhaltesignale hat der Fahrer aber nicht reagiert und fuhr mit hoher Geschwindigkeit davon. Bei der Verfolgung konnten die Beamten noch sehen, wie ein männlicher Fußgänger an der Ecke Mühlenstraße/Bruchstraße durch den Mercedes gefährdet und fast überfahren wurde. Letztendlich konnten die Beamten den Wagen nicht anhalten, Kennzeichen und Halter sind aber bekannt. Die Polizei sucht nun insbesondere nach dem Fußgänger, der beinahe von dem grauen Mercedes angefahren wurde. Hinweise an die Polizei unter 05422/920600.


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