Hunde an die Leine nehmen Tipps von Meller Tierschützern: So übersteht das Haustier Silvester entspannt

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Katzen reagieren oft verschreckt auf die Silvesterknallerei. Archivfoto: Friso Gentsch/dpaKatzen reagieren oft verschreckt auf die Silvesterknallerei. Archivfoto: Friso Gentsch/dpa

Melle/Riemsloh. Krachende Knaller und jaulende Raketen: Das Silvesterfeuerwerk ist kein Spaß für Tiere. Weder für die frei lebenden in Feld und Flur, noch für unsere Haustiere. Damit der Jahreswechsel nicht unschön wird, haben die Tierhilfe Melle und der Tier- und Naturschutzverein Melle ein paar wichtige Tipps für alle Tierfreunde auf Lager.

„Also zunächst einmal vorweg: Alle Zwei- und Vierbeiner sollten Ruhe bewahren“, sagt Panela Opitz, zuständig für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Tier- und Naturschutzverein Melle. Sie betont aber auch, dass es gewisse Vorkehrungen gibt, die Tierbesitzer zum Jahreswechsel besser beachten sollten. „Wer sich das einmal einprägt, der kann seinem Haustier in jedem Jahr viel Silvester-Leid ersparen“, erklärt sie.

Schlimmster Stress

Charlotte Bockrath-Regel, Vorsitzende des Tier- und Naturschutzvereins, warnt ausdrücklich davor, den Hund mit zum Feuerwerk zu nehmen: „Das geht gar nicht. Auch nicht, wenn der Hund an der Leine ist. Es ist der schlimmste Stress für das Tier!“ Sie berichtet weiter, dass gerade an Silvester und den Tagen drumherum immer wieder Hunde weglaufen, die durch laute Knallgeräusche und eine daraus resultierende Panik verschreckt werden. Deshalb ihr Rat: „Hunde auch an den Tagen vor und nach Silvester unbedingt an die Leine nehmen.“

Das bestätigt auch Gabi Lampe, Vorsitzende der Tierhilfe Melle: „Den Hund auf jeden Fall mindestens einen Tag vor Silvester nur noch an der Leine mitnehmen. Das kann sonst schlimm enden!“

Katzen, die Freigang haben, sollten ihrer Erfahrung nach schon zwei Tage vorher und mindestens einen Tag nach Silvester in Haus oder Schuppen gehalten werden. „Da gilt: Sicher ist sicher.“

Freigänger einsperren

Charlotte Bockrath-Regel weist darauf hin, dass besonders Katzen hoch sensible Tiere sind. „Die Freigänger vor Silvester schon einzusperren ist die sicherste Möglichkeit.“

Aber auch bei Hauskatzen und empfindlichen Hunden ist Vorsicht angebracht. „Wen man empfindliche Tiere hat, sollte man besser zuhause bleiben“, gibt die Vorsitzende des Tierschutzvereins den Meller Haustierbesitzern mit auf den Weg. Und: „Fenster unbedingt schließen!“, ergänzt sie.

Gabi Lampe ist prinzipiell kein Fan vom Silvesterfeuerwerk und dazu steht sie auch. „Ehrlich? Das ist doch gar nicht nötig“, sagt sie kopfschüttelnd, „und deshalb sollte man einfach darauf verzichten. Den Tieren und der Umwelt zuliebe.“


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