Deutsche Helfer sind enttäuscht Bishopstowe: Meller Projekt tot oder auf Eis gelegt?

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Viel Land gehört zum Gelände in Bishopstowe, wo auf dem Areal einer früheren Schule nur kurze Zeit eine kirchliche Berufsschule eingerichtet war, an der sich Meller beteiligten. Oben links sind Zuckerrohrplantagen einer benachbarten Farm zu erkennen. Foto: Christoph FrankenViel Land gehört zum Gelände in Bishopstowe, wo auf dem Areal einer früheren Schule nur kurze Zeit eine kirchliche Berufsschule eingerichtet war, an der sich Meller beteiligten. Oben links sind Zuckerrohrplantagen einer benachbarten Farm zu erkennen. Foto: Christoph Franken

Das soziale Projekt im südafrikanischen Flecken Bishopstowe bei Pietermaritzburg, das vom Diakonischen Werk und vom Verein „Friends of Partnership“ (Melle) seit Jahren finanziell unterstützt wurde, ist tot

Das soziale Projekt im südafrikanischen Flecken Bishopstowe bei Pietermaritzburg, das vom Diakonischen Werk und vom Verein „Friends of Partnership“ (Melle) seit Jahren finanziell unterstützt wurde, ist tot: Das Gelände liegt wieder brach, die Gemüsebeete wuchern zu und auch die Hühner- und Schweinzucht ist aufgegeben. Das bestätigten jetzt die Vereinsvorsitzende Elke Eilers (Bad Essen) und Pastor Heribert Duscha, die sich stark in das Projekt eingebracht hatten.

Von den Geldern aus Deutschland war unter anderem ein Zaun rund um das Areal gebaut worden. Außerdem wurde das Dach eines Hauses auf dem früheren Schulgelände saniert. Das Projekt, mit dessen Hilfe sozial benachteiligte Jugendliche eine Berufsausbildung erhalten sollten, lief nur drei Jahre lang.

„Auf Eis gelegt“

Es wurde offiziellen Angabe zufolge zugunsten eines ähnlichen, aber größer aufgezogenen Vorhabens im 30 Kilometer entfernten Appelsbosch aufgegeben. Duscha widersprach dem Eindruck, das Projekt sei gescheitert. „Auf Eis gelegt“, trifft es am besten. Möglicherweise kämen die getätigten Investitionen später noch einmal als eine Art Zweigstelle von Appelsbosch zum Tragen.

Duscha und Elke Eilers verhehlten ihre Enttäuschung aber nicht. Die Vereinsvorsitzende möchte daher künftig nur noch kleinere Projekte direkt auf der Ebene der Kirchengemeinden unterstützen, sofern die südafrikanischen Partner dem zustimmen. Die übergeordnete Führung auf Ebene der Kirchenkreise und der nationalen lutherischen Kirche sei nämlich momentan heillos zerstritten.


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