Kultusminister gratuliert 1000 Begeisterte beim 50. Unicef-Konzert in Melle



Melle Ein Ministerbesuch und eine Rekordspendensumme bilden die passenden Eckdaten für das Jubiläumsereignis: Zum 50. Mal lud das Gymnasium zum Unicef-Konzert.

268.593 Euro hatte die Schule schon vor ihrem Geburtstagsauftritt für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (United Nations/UN) gesammelt. Am Mittwochabend kam die Rekord-Spendensumme von 6324 Euro dazu. Zum Jubiläum in der Matthäuskirche gab es neben Musikgenuss auch Rückblicke und Ansprachen, die das engagierte Wirken des Gymnasiums seit 1970 würdigten.

Gäste beeindruckt

„Diese volle große Kirche ist für mich ein beeindruckendes Bild, das muss ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber der tollen Arbeit der Schule sein“, richtete sich Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne in seiner Festrede an die versammelte Unicef-Gemeinde. Der seit vielen Jahrzehnten anhaltende Einsatz für das Kinderhilfswerk mit einem Erlös von mehr als einer Viertelmillion Euro sei „ein Vorbild für viele andere Schulen“.

„Ich bin von der hohen musikalischen Qualität echt beeindruckt“, meinte Birgit Lange-Ebeling vom Unicef-Beirat Deutschland. Die Organisation freue sich aber nicht nur über den unglaublich hohen Spendenbeitrag durch Konzerte, Grußkartenverkauf und Sammlungen.

Konzertreihe als junger Lehrer initiiert

Denn das Engagement der Schule fördere darüber hinaus auch die inhaltliche Auseinandersetzung vieler junger Menschen mit den Projekten des Kinderhilfswerkes. Ihren Dank richtete sie weiterhin an Sabine Hafer und Annekathrin Schlaack für die koordinatorische Arbeit der Unicef-AG Osnabrück.

In seiner Eröffnungsansprache hatte Schulleiter William Pollmann Landrat Stefan Lübbersmann, den Meller Bundestagsabgeordneten André Berghegger und viele weitere Prominente aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft begrüßt.

Besonders dankte der Schulleiter dem Musikpädagogen Rolf Lieske, der als junger Lehrer die Unicef-Aktivitäten des Gymnasiums initiiert und anschließend immer maßgeblich mitorganisiert hatte. Aber auch das Kollegium und die Schüler seien in all den Jahren stets mit riesigem Engagement und mit Leidenschaft bei der Sache gewesen. Aus dem Publikum hob Pollmann Gerda Hofmeier hervor, die seit 1970 alle Unicef-Konzerte besucht hat.

Alle Jahrgänge dabei

Und dann ging es zur Sache. Unter den Musikern und Sängern waren alle Jahrgänge von der fünften bis zur 13. Klasse vertreten. Für einen dynamischen und lauten Auftakt mit „All I Want For Christmas Is You“ sorgte die Bläsergruppe unter Leitung von Stefan Sporreiter. Mit dem von Christoph Lanver geleiteten Unterstufenchor („Mary Had a Baby“), der Streicher-AG von Monika Weigelt („Stern über Bethlehem“) und dem Vororchester („Ihr Kinderlein kommet“) folgten weitere musikalische Leckerbissen.

Eiskalt geprobt

Durch das Programm führten die Zwölftklässler Theda-Suzan Hünnefeld und Lukas Schulz. Locker, souverän und humorig gab das Moderatoren-Duo Einblicke in die wochenlange Konzertvorbereitung und die Geschichte der Konzertreihe. So berichteten sie unter anderem von gymnastischen Übungen, „weil Proben im Winter in Kirchen ganz schön kalt sein können“.

Die traditionellen Weihnachtsgrüße der Gastschüler überbrachten Balsam Abdalla und Nicholas Goulin. Abdalla berichtete, dass die Christen im Sudan auch ohne Tannenbäume schön feiern. „Die Weihnachtsstimmung in Deutschland ist wirklich größer als in Frankreich“, hat Nicholas Goulin bei seinem einjährigen Aufenthalt in Melle festgestellt.

Gänsehautfeeling

Ein Höhepunkt war der Gastauftritt der von Stephan Lutermann geleiteten Kinderkantorei („Maria durch den Dornwald ging“). Ihre musikalische Klasse stellten aber ebenso die Vorbläser („In der Weihnachtsbäckerei“), der Männerchor („Shepherds run“) und das von Petra van Verth dirigierte Schulorchester unter Beweis. Fulminant waren die Auftritte von Chor („We Are the World“) und Orchester. Zum Finale mit Gänsehautfeeling vereinigten sich Chor und Orchester bei der „Ode an die Freude“. Zum Abschluss sang die gesamte Unicef-Gemeinde gemeinsam mit allen Musikgruppen „Stille Nacht“ in einer eigenen Bearbeitung von Schüler Bente Hinkenhuis.


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