Bürgermeister: Privatisierung denkbar Haus Rabingen in Melle: Gespräch mit Kreis stockt

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Das „Haus Rabingen“ steht vor einer ungewissen Zukunft. Foto: Christoph FrankenDas „Haus Rabingen“ steht vor einer ungewissen Zukunft. Foto: Christoph Franken

Melle. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint der Landkreis Osnabrück nicht daran interessiert zu sein, das Haus Rabingen in Melle zu kaufen. Die Stadt als Eigentümer hatte es dem Kreis für Erweiterungsmöglichkeiten des Gymnasiums angeboten. Der Landkreis ist Schulträger des Gymnasiums.

„Letzte Gespräche lassen vermuten, dass der Landkreis Osnabrück von einem Erwerb dieser Fläche Abstand nehmen möchte“, sagte Melles Bürgermeister Reinhard Scholz im Gespräch mit unserer Redaktion.

Ein Blick zurück: Bereits 2007 hatte die Stadt das denkmalgeschützte Anwesen „Haus Rabingen“ erworben. Hintergrund des Kaufs war die Tatsache, dass der inzwischen längst erfolgte Erweiterungsbau des Gymnasiums ohne Teilflächen des Nachbargrundstücks nicht zu realisieren gewesen wäre. Dank der Verkaufsbereitschaft der Eigentümerin und des Einsatzes der Stadt kam das Gesamtareal in städtischen Besitz. Die für die Erweiterung benötigten Flächen wurden seinerzeit an den Landkreis weiterverkauft.

Folgenutzung ungewiß

Das von der Eigentümerin bewohnte Gebäude und direkt angrenzende Flächen werden seitdem von der Stadt unterhalten. Inzwischen ist die alte Dame gestorben.

Danach begannen Gespräche über eine Folgenutzung. Offensichtlich aber sind die Überlegungen aber ins Stocken geraten.

Für Scholz ist das unverständlich. „Das Gymnasium überlegt gemeinsam mit dem Schulträger seit Jahren, wie die unzureichende Schulhofgestaltung verbessert werden kann“, sagte er. Das Problem: Es gebe nicht genügend Flächen für einen größeren Schulhof und gleichzeitig eine ausreichende Anzahl an Lehrerparkplätzen.

Landkreis schweigt

Genau deswegen habe die Stadt dem Kreis im März 2018 den Kauf des Gebäudes und der Flächen zum Selbstkostenpreis angeboten. Denn mit Hinblick auf die Schule sollte der Kreis Priorität haben. Schließlich gebe es diese Chance nur einmal. „Eine abschließende Meinungsbildung des Landkreises liegt uns bisher nicht vor“, konstatierte Scholz. Sollte der sich aber gegen den Erwerb entscheiden, werde eine Privatisierung des Areals erwogen.

Vom Landkreis Osnabrück war in der Angelegenheit keine Stellungnahme zu erhalten.


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