Traktoren, Pflüge und Fleischwölfe Lanz Bulldog ein Schmuckstück im Meller Landmaschinenmuseum

Von Catharina Kellermann

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Buer Zum letzten Mal in diesem Jahr lud am Sonntag der Verein Traktoren und Landmaschinen Grönegau-Buer zum Tag der offenen Tür ein. Alle kleinen und großen Traktorenfans konnten beim Gang durch das Traktoren- und Landmaschinenmuseum in Meesdorf die historischen Maschinen und Geräte bestaunen.

„Dieses Mal ist es ein recht ruhiger Tag der offenen Tür“, erklärte Eberhard Splete, der erste Vorsitzende des Vereins. „Aber wir haben natürlich mit den Weihnachtsmärkten einiges an Konkurrenz.“ Im Museum werden auf gut 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mehrere Hundert Exponate historischer Landtechnik gezeigt. Dabei reicht die Bandbreite von großen und kleinen Schleppern bis hin zu einfachen Forken und Rechen.

Maschinen aus der Zeit von 1850 bis 1960

Die Maschinen und Geräte stammen dabei aus der Zeit zwischen etwa 1850 und 1960. So lässt sich die technische Entwicklung in der Landwirtschaft gut vermitteln. Nicht nur Traktorenfans kommen im Obergeschoss auf ihre Kosten. Dort finden sich neben einer Reihe von Pflügen und Geräten zur Reinigung von Feldfrüchten, wie beispielsweise einem Kartoffelsortierer, auch unterschiedlichste Haushaltsgegenstände. Es sind mehrere alte Waschmaschinen ausgestellt, und auch der Vorläufer, ein Waschbrett, ist zu sehen. Außerdem gibt es Geräte zur Herstellung von Nahrungsmitteln, wie ein Butterfass, Fleischwölfe in mehreren Varianten oder auch Steinguttöpfe zur Herstellung von Sauerkraut. In der großen Ausstellungshalle befindet sich eine Petermann Dampf-Lokomobile von 1911, die bis 1940 auf dem Gut Sondermühlen in Melle in der Mühle und im Sägewerk verwendet wurde. Eine Kreissäge und eine Mühle mit Riemenantrieb, die durch einen Traktor oder eben die Dampf-Lokomobile angetrieben werden können, befinden sich ebenfalls unter den Ausstellungsstücken.

Die meisten der gezeigten Traktoren seien Leihgaben, bemerkte Eberhard Splete.. Bei gutem Wetter präsentiere man die Maschinen auch auf dem Außengelände. Außerdem gäbe es dann die Möglichkeit einmal selbst einen der historischen Schlepper zu fahren oder zumindest auf einem mitzufahren. Besonders bei den kleineren Besuchern käme diese Möglichkeit immer sehr gut an. Als Arbeitsgeräte würden die alten Traktoren dagegen nicht oder nur noch sehr eingeschränkt genutzt.

Schüler voller Tatendrang

Seit mehreren Jahren bietet der Verein in Zusammenarbeit mit der Lindenschule in Melle-Buer eine Schüler-AG an. Bei dieser werden Maschinenrestaurierungen vorgenommen. Aktuell arbeiten die Schüler an einem Pflug, den sie frisch gestrichen haben. „Die Schüler kommen einmal die Woche und sind dann immer voller Tatendrang dabei,“ erklärte Eberhard Splete.

Nicht nur die Ausstellungsräume boten spannende und interessante Einblicke in vergangene Zeiten. Im passend zum ersten Advent geschmückten Vereinshaus bot sich zusätzlich die Möglichkeit bei einem herzhaften Imbiss und selbstgebackenem Kuchen die ein oder andere Treckergeschichte zu hören.


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