Post reagiert nach Zeitungsbericht Lösung in Sicht: Post bleibt in Buer

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Eine Lösung für die Poststelle in Buer zeichnet sich ab. Symbolbild: Simone GraweEine Lösung für die Poststelle in Buer zeichnet sich ab. Symbolbild: Simone Grawe

Melle. Die Post wird ihre Dienstleitungen in Buer auch im kommenden Jahr in Buer anbieten. Diese frohe Botschaft kündigten Postsprecherin Maike Wintjen und Ortsbürgermeister Dieter Finke-Gröne auf Nachfrage unserer Redaktion an.

Letztlich hat wohl die Berichterstattung im „Meller Kreisblatt“ für den nötigen Druck gesorgt, dass die Post nun zügig nach einer räumlichen Lösung sucht, nachdem die Postagentur an der Q1-Tankstelle nicht weiter betrieben wird und sich bislang kein Partner gefunden hat, der in Buer eine Filiale weiterführen möchte.

Filiale in Eigenregie

Das jedenfalls vermutet Dieter Finke-Gröne nach der jüngsten Veröffentlichung. Darin hatte sich der Ortsbürgermeister sehr ungehalten darüber geäußert, dass sich mit Blick auf die Fortführung der Poststelle in Buer noch immer nichts getan habe und bat die Post höflich, aber auch dringend um Rückäußerung. Das ist nun passiert. Es kommt Bewegung in die Sache.

Keinen Partner gefunden

„Wir haben vor Ort keinen Partner finden können, der die Postagentur weiterführt“, erklärte Maike Wintjen. Unabhängig davon sei aber gewährleistet, dass die Post ihre Dienste in Buer auch ab Januar anbietet: „Eine Interimslösung, die Versorgung ist gesichert“. Einen Standort konnte die Sprecherin der Post nicht konkret benennen. Fakt sei aber, dass die Versorgung an Dienstleistungen gesichert sei.

Das bestätigte auf Nachfrage auch Dieter Finke-Gröne. Der Ortsbürgermeister hatte unmittelbar nach der Berichterstattung in dieser Zeitung einen Anruf von einem Verantwortlichen der Post erhalten, der ihm zugesichert habe, dass die Post jetzt aktiv werde.

„Man hat sich 1000mal entschuldigt, dass noch keine passenden Räumlichkeiten gefunden wurden, aber die Post will sich jetzt verstärkt kümmern“, erklärte Finke-Gröne.

Konkret kann die Lösung so aussehen, dass der Postbetrieb in Eigenregie des „gelben Riesen“ im Raum neben der Tankstelle fortgeführt wird. Dafür steht auch geeignetes Personal zur Verfügung. Nach Auskunft von Dieter Finke-Gröne wird der Dienst von einer Kraft übernommen, die schon früher im Dienste der Post gestanden hat: „Die Räume sind da, das Personal ist da. Ich bin froh und optimistisch, dass das klappt. Beide Seiten sind zufrieden“, äußerte sich der Ortsbürgermeister.

Wenngleich die Poststelle mit eingeschränkten Öffnungszeiten von 18 Wochenstunden weitergeführt wird, sei es doch wichtig, dass der Betrieb nahtlos weitergeht und „die Sache ein gutes Ende findet. Das wird die Bueraner freuen“, freute sich auch Dieter Finke-Gröne.

Die Misere um den Poststandort in Buer war entstanden, nachdem das Ehepaar Schmidt den Vertrag mit der Post zum Jahresende gekündigt hatte. Aufwand und Ertrag stünden nicht in Einklang, hatten Petra und Siggi Schmidt argumentiert. Eine Verbesserung der Konditionen durch die Post war nicht verhandelbar.

Auf der anderen Seite ist das Unternehmen gemäß Post-Universaldienstleitungsverordnung (PUDLV) verpflichtet, in zusammenhängend bebauten Gebieten mit 2000 Einwohnern oder mehr eine Agentur vorzuhalten. Das trifft für Buer mit seinen etwa 3000 Einwohnern zu.


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