„Versorgung im Ernstfall nicht sichergestellt“ 15 Löschteiche im Meller Stadtgebiet müssen saniert werden

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Zu wenig Wasser, nicht tief genug: Im Stadtgebiet müssen 15 Löschteiche grundlegend saniert werden. Foto: Christina WiesmannZu wenig Wasser, nicht tief genug: Im Stadtgebiet müssen 15 Löschteiche grundlegend saniert werden. Foto: Christina Wiesmann

Melle. Im Stadthaus in Melle-Mitte tagte am Donnerstagabend der Ausschuss für Feuerwehr, Sicherheit, Ordnung und Verkehr. Auf der Tagesordnung stand auch die Löschwasserversorgung im Stadtgebiet.

192 Löschteiche gibt es im Grönegau. Die 16 Ortsbrandmeister haben diese gründlich unter die Lupe genommen. Die gute Nachricht: 59 Prozent davon sind in „ausreichendem Zustand“.

Trockenperiode

41 Prozent befinden sich dagegen aktuell in „unterhaltungs- und sanierungsbedürftigem Zustand“, 15 Löschteiche müssen nach Angaben von Heike Warling, Stadt Melle, allerdings grundlegend saniert werden.

Ein Problem sei natürlich die auch nach dem heißen Sommer noch immer anhaltende Trockenperiode, wie die Vertreterin der Stadtverwaltung betonte.

„Ist die Löschwasserversorgung in der derzeitigen Situation in allen Stadtteilen sichergestellt?“, wollte Silke Meier (Grüne) wissen. Eine ehrliche Antwort gab es von Stadtbrandmeister Rainer Schlendermann: „Nein, die Versorgung ist im Ernstfall nicht sichergestellt.“

Für die Sanierung an den Wasserentnahmestellen werden im neuen Haushalt 100000 Euro bereitgestellt. „Wir werden gut zu tun haben, wenn wir die Liste abarbeiten“, gab Warling zu bedenken. Dass es aber ein Muss ist, ist auch der Verwaltung klar. Denn die wichtige Aufgabe, die von den Ortsfeuerwehren im gesamten Stadtgebiet übernommen wird, muss auf soliden Beinen stehen.

Fehlalarme

Für Unmut sorgen dagegen noch immer die Fehlalarme, die beim Thema „Neue Gebührensatzung der Feuerwehr“ auf den Tisch kamen. „Haben die Fehlalarme abgenommen?“, fragte Alfred Reehuis (Grüne). Der Stadtbrandmeister hatte zwar keine genauen Zahlen parat, konnte aber sagen, dass es nach der letzten Gebührenerhöhung nicht zu einer Abnahme der Fehlalarme gekommen sei. „Sie sind eigentlich auf einem zu hohen Level stehengeblieben“, so Schlendermann.

Ein Problem seien auch die privaten Brandmelder, die nicht regelmäßig überprüft werden. „Und wenn die dann losgehen“, so Schlendermann, „rufen die Leute die Feuerwehr.“

Grundsätzlich sei das auch nicht falsch, aber wenn es sich zum Beispiel um eine Batterie handele, die einfach nur ausgetauscht werden müsse, sei so ein Einsatz schon fraglich.

Eine regelmäßige Überprüfung durch Betätigung eines Knopfes am Rauchmelder könne das allerdings verhindern, wie der Ausschussvorsitzende Erich Walkenhorst (SPD) schmunzelnd resümierte.

Notizen aus der Sitzung:

Erster Stadtrat Andreas Dreier berichtete von einer Begehung des städtischen Friedhofs und davon, dass dieser eigentlich nicht in einem schlechten Zustand sei. Vielmehr sei es momentan der Jahreszeit geschuldet, wie der Friedhof wahrgenommen werde, so Dreier.

Die neue Friedhofssatzung wurde einstimmig beschlossen. Laut Satzung dürfen für eine Bestattung nur noch verrottbare Materialien verwendet werden. Außerdem sollen keine Grabmale mehr aufgestellt werden, die zum Beispiel mit Kinderarbeit hergestellt wurden.

Einstimmig stimmte das Gremium dafür, dass Ortsbrandmeister Werner Rothkopf (Ortsfeuerwehr Hoyel) für eine folgende Amtszeit vom 1. April 2019 bis zum 31. März 2025 wiedergewählt werden soll.

Die neue Gebührensatzung der Feuerwehr für „Dienst- und Sachleistungen der Freiwilligen Feuerwehr außerhalb der unentgeltlich zu erfüllenden Pflichtaufgaben“ wurde einstimmig beschlossen. „Wir streben einen Kostendeckungsgrad von 70 Prozent an“, betonte Heike Warling.


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