Ortsrat unterstützt Vereinsinitiative Neue WC-Anlage für den Heimatraum in Melle-Riemsloh

Meine Nachrichten

Um das Thema Melle Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Weit ist der Weg zur nächsten Toilette vom „Heimatraum“ (Bild) auf dem Gelände der Riemsloher Schule. Das soll sich bald ändern. Foto: Norbert WiegandWeit ist der Weg zur nächsten Toilette vom „Heimatraum“ (Bild) auf dem Gelände der Riemsloher Schule. Das soll sich bald ändern. Foto: Norbert Wiegand

Riemsloh. Der Schwerpunkt der Riemsloher Ortsratssitzung am Mittwochabend im Feuerwehrhaus war die vom Heimatverein geplante neue WC-Anlage für den Heimatraum. Das zeigte ein Gespräch mit Ortsbürgermeister Günter Oberschmidt (CDU) nach der Sitzung.

Der Antrag des Heimatvereins fand die Zustimmung aller Ortsratsfraktionen. Überzeugend wurde in dem Antrag dargelegt, dass der derzeit 150 Meter weite Weg vom Heimatraum über den dunklen Schulhof bis zur jetzigen Toilette vor allem für ältere Gäste im Winter ein großes Problem ist. Der inzwischen von mehreren Vereinen genutzte Heimatraum, die ehemalige Caféteria der Grundschule, befindet sich nämlich in einer entlegenen „Ecke“ des Schulgeländes.

Eigenleistung des Heimatvereins

Deshalb hat sich der Heimatverein entschlossen, eine behindertengerechte Toilette in einem von der Schule nicht mehr benötigten Lagerraum zu errichten, der direkt an den Heimatraum angrenzt. Nach der Fertigstellung könne dieser neue Sanitärbereich auch für die Besucher der Bücherei geöffnet werden. Die erforderlichen vorbereitenden Arbeiten will der Heimatverein in Eigenleistung erbringen, die sanitären Installationen würden an ein Riemsloher Fachunternehmen vergeben.

Nach seiner Kostenaufstellung rechnet der Heimatverein mit einem Material- und Facharbeitsaufwand von 6000 Euro. Da er diese Summe nicht aus Eigenmitteln aufbringen kann, bittet der Verein um Unterstützung. Die Sprecher von CDU, SPD, Grünen, UWG und FDP zollten der Arbeit des Heimatvereins große Anerkennung für seine Beiträge für die gesamte Dorfgemeinschaft. Auch die neue WC-Anlage hätte einen Nutzen, der weit über die eigenen Vereinsinteressen hinaus ginge. Deshalb befürworteten die Redner aller Parteien eine für einen Ortsrat außergewöhnlich hohe Summe von 2000 Euro aus den knappen Mitteln, über die das Stadtteilparlament verfügen kann.

Neues Planschbecken

Weitere Themen der Sitzung waren nicht verkäufliche und unbebaute Flächen im Ortskern, die bislang leider eine Nachverdichtung der Wohnbebauung verhindern, erklärte Oberschmidt. Erneut wurde ein Radweg entlang der St. Annener Straße gefordert. Das Radweg-Teilstück entlang der Krukumer Straße sei äußerst reparaturbedürftig.

Auf dem bisherigen Bolzplatz an der Jahnstraße solle ein Soccer-Feld entstehen, kündigte Annette Belke (CDU) vom zuständigen Arbeitskreis an. Direkt nebenan würden dann noch zwei Beach-Volleyball-Felder geplant. „Das Planschbecken im Freibad wird zum Beginn der neuen Saison erneuert“, hatte Günter Oberschmidt eine erfreuliche Nachricht mitgebracht. Darüber hinaus würde die technische Anlage des Freibades auf Vordermann gebracht und die langfristige Verbesserung der Sanitär- und Umkleidebereiche geplant.

Notizen aus der Sitzung

Apfelbäume bleiben stehen

Bei der Straßendeckenerneuerung in Hoyel würden die Apfelbäume besonders geschützt, beantwortete Günter Oberschmidt eine Frage von Ulla Buermeyer (Grüne).

Neuer Fußgänger-Überweg ?

Die Überquerung der Landesstraße zur Caritas-Tagespflege am Ortseingang ist für ältere Menschen gefährlich. Der Ortsrat plädierte dafür, an dieser Stelle die Situation für Fußgänger zu verbessern.

Fahrradstand für Flüchtlinge

Der zuvor vom Ortsrat angeregte Bau einer Unterstellmöglichkeit für Fahrräder an der Flüchtlingsunterkunft werde realisiert, teilte Ortsbürgermeister Günter Oberschmidt mit. Die Bauarbeiten hätten bereits begonnen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN