Aufzuchtboxen versteckt Polizei findet in Wohnung in Melle-Buer Cannabispflanzen und Marihuana

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Bei der Wohnungsdurchsuchung stellten die Polizisten unter anderem Cannabispflanzen sicher. Symbolfoto: dpaBei der Wohnungsdurchsuchung stellten die Polizisten unter anderem Cannabispflanzen sicher. Symbolfoto: dpa

Melle. Die Polizei hat am Donnerstag die Wohnung eines jungen Pärchens in Melle-Buer durchsucht. Die beiden wurden verdächtigt, Cannabispflanzen anzubauen sowie Marihuana herzustellen und zu verkaufen. Für ihre professionellen Aufzuchtanlagen hatte sich das Paar ein ganz besonderes Versteck ausgesucht.

Die vier technisch professionell ausgestatteten Aufzuchtanlagen fanden die Polizisten eingebaut in den beiden Schlafzimmerschränken des 24-jährigen Mellers und dessen 20-jähriger Freundin. Darin befanden sich zu dem Zeitpunkt 13 Cannabispflanzen, wie die Polizei mitteilt. Im Wohnzimmer lagen zudem noch 306 Gramm Marihuana, das die Beschuldigten aus einem früheren Anbau geerntet hatten.

Kampfhunde in der Wohnung

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hatte die Polizei ein Ermittlungsverfahren gegen die beiden Meller aufgenommen. Sie wurden verdächtigt, Cannabispflanzen anzubauen, Marihuana herzustellen und dieses in nicht geringer Menge zu verkaufen. Am Donnerstag durchsuchten die Beamten schließlich die Wohnung des Paares. Beteiligt war neben Polizisten aus Melle auch die Diensthundeführergruppe Osnabrück, da die Verdächtigen zwei Kampfhunde in ihrer Wohnung hielten.

Mann gibt Tatvorwürfe zu

Neben den Aufzuchtanlagen, den Cannabispflanzen und dem Marihuana stellten die Beamten auch zwei Teleskopschlagstöcke, ein Pfefferspray sowie die Handys der beiden sicher. Bei der anschließenden Vernehmung auf der Dienststelle schwieg die Frau zu den Tatvorwürfen. Ihr Partner hingegen räumte diese ein und gab an, zusammen mit seiner Lebensgefährtin in den vergangenen Monaten insgesamt 26 Cannabispflanzen angebaut zu haben. Von den daraus gewonnenen 550 Gramm Marihuana hätten sie rund 200 Gramm verkauft. Die einzelnen Verkaufsmengen hätten zwischen einem und 25 Gramm gelegen. Das restliche Marihuana hätten sie selbst konsumiert.

Da keine ausreichenden Haftgründe vorlagen, kam das Paar wieder auf freien Fuß.


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