Auch der Film von der 800-Jahrfeier Zufallsfund in Melle: Alte Filme lagern im Keller

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Fanden bei der Suche nach einem historischen Film im Keller des Stadthauses eine Fülle von Zeitdokumenten aus Melle: Heimatvereinsvorsitzender Uwe Plaß und Foto- und Filmexperte Harald Kirchhoff. Foto: Simone GraweFanden bei der Suche nach einem historischen Film im Keller des Stadthauses eine Fülle von Zeitdokumenten aus Melle: Heimatvereinsvorsitzender Uwe Plaß und Foto- und Filmexperte Harald Kirchhoff. Foto: Simone Grawe

Melle. Was für eine Überraschung: Auf der Suche nach einem alten Film über traditionsreiche Handwerkskunst sind im Keller des Stadthauses knapp 30 historische Filme über Melle aufgetaucht.

Die jetzt gefundenen alten Schätzchen wurden in den 1950er-, 60er- und 70er-Jahren aus verschiedenen Anlässen im Grönegau gedreht: „Darunter auch der offizielle Film, der zur 800-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 1969 entstand“, freut sich Jürgen Krämer vom Vorstand des Heimatvereins Melle über das Auftauchen der Filmschätze.

Wunsch der Kinder

Anlass für die Suche und den unerwarteten Fund ist eine Anfrage des Familienzentrums St. Marien gewesen. Die Erzieherinnen fragten beim Heimatverein an, ob es wohl möglich wäre, den Kindern einen alten Film mit einem nostalgischen Filmprojektor vorzuführen. Ein besonderer Wunsch der Kinder, den der Heimatverein gern erfüllte.

Vorsitzender Uwe Plaß sowie der Foto- und Filmexperte Harald Kirchhoff suchten daraufhin in den Beständen der früheren Kreisbildstelle des Kreises Melle nach einem geeigneten Film. Das Filmmaterial war vor langer Zeit in den Keller des Stadthauses eingelagert worden. Dort stieß Uwe Plaß eher zufällig auf historische Filme aus dem Grönegau, die vermutlich alle von Tom Winkler (1919 bis 2009) aus Bielefeld gedreht wurden.

Schützen und Turner

„In dem Filmbestand befinden sich unter anderem Streifen wie ,Melle – Einer Stadt ins Herz geschaut‘ und ,Soli Deo Gloria‘ sowie Beiträge über Segelflieger, Schützen und Turner“, erläutert Jürgen Krämer. Hinzu gesellen sich Firmenporträts über Schomäcker, Burton sowie über den bekannten Osnabrücker Autobauer Karmann. Ob der ebenfalls entdeckte Film „Karossen und Straßen“ mit Karmann im Zusammenhang steht, möchte der Heimatverein noch prüfen.

Als „Glücksfund“ bezeichnen Kirchhoff, Krämer und Plaß den Film, der zur 800-Jahr-Feier entstand. Problematisch ist allerdings, dass zurzeit von diesem Beitrag zwei Spulen vorliegen: Eine reine Film- und eine reine Tonspule, die jetzt zusammengefügt werden müssen, um das Zeitdokument in seiner gesamten inhaltliche Tragweite präsentieren zu können.

Filme werden digitalisiert

Um Ton und Bild in Einklang zu bringen und das ganze Werk zu digitalisieren, sicherten die Filmfreunde Bielefeld dem Heimatverein Unterstützung zu. So sind Harald Kirchhoff, Jürgen Krämer und Uwe Plaß zuversichtlich, den Film zur 850-Jahr-Feier im kommenden Jahr der Öffentlichkeit vorzustellen. In den nächsten Wochen wollen Harald Kirchhoff, Jürgen Krämer und Uwe Plaß die wiederaufgetauchten Filmdokumente sichten, um dann zu entscheiden, welche Streifen digitalisiert werden sollen.


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