Von Brahms bis Bond Hochkarätiges Musikvergnügen zugunsten von „Melle vernetzt“

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Melle.. Hochkarätiges Musikvergnügen für den guten Zweck bot das Polizeiorchester Niedersachsen mit seinen Solisten beim Benefizkonzert der VVO im Forum.

Beim traditionsreichen Wohltätigkeitskonzert von VVO und Polizeidirektion Osnabrück sind die Musiker um Dirigent Thomas Boger seit vielen Jahren immer wieder gern gehörte Gäste – bislang allerdings ausschließlich in der Osnabrückhalle. Doch der VVO sei auch in den Städten und Gemeinden des Landkreises aktiv, betonte der Vorsitzende Felix Osterheider zum Konzertauftakt. „VVO on Tour“ lautete deshalb das Motto, das am Dienstag dem neuen Konzept gemäß das Benefizkonzert erstmals nach Melle brachte.

Erlös für „Melle vernetzt“

Und in Melle bleibt auch der Erlös. Denn das musikalische Engagement kommt der Arbeit des Vereins „Melle vernetzt“ zugute. „Eine verletzte Kindheit und Jugend ist allzu oft bedrückende Realität“, begründete Freifrau Sabine von Richthofen als Schirmherrin des Vereins dessen Wirken. Ziel sei es, Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken, damit sie Gefahren erkennen und sich gegen Gewalt zur Wehr setzen können. Und dafür griffen die Musiker in Uniform gerne zu ihren Instrumenten.

Den vielen Musikfreunden im Forum empfahl sich das Polizeiorchester dabei als dynamischer und überaus wandlungsfähiges Klangkörper, der im klassischen Genre ebenso überzeugte wie in Jazz und Filmmusik. Da erklang Johannes Brahms‘ ursprünglich für vierhändiges Klavier komponierter Ungarischer Tanz Nr. 6 als feurige Bearbeitung für symphonisches Blasorchester, verzauberte Edward Elgars „Salut d’amour“ als romantische, von zarten Flötenklängen untermalte Liebeserklärung.

Musikalische Bilder von folkloristischem Flair und eine jazzige, ansteckend-spritzige Neuinterpretation von „O when the saints“: Das Polizeiorchester wandelte mit bemerkenswerter Vielseitigkeit durch die Epochen und Stile. Immer wieder traten hochkarätige Solisten aus seinen Reihen hervor. Mit viel Gefühl erklang dabei die Klage aus „Deux Mouvement“ im weichen, verträumten Saxofonsolo von Heechul Kim. Als Virtuose auf der E-Gitarre setzte Christopher Kim mit „Room 335“ eine Hommage des Jazzgitarristen Larry Carlton an seine Gitarre um.

Fesselnde Intensität

Und auch das ist das Polizeiorchester Niedersachsen: Mit großer Stimme und fesselnder Intensität beschwor Sängerin Sheila Tan zusammen mit den Musikern Bilder der James-Bond-Filme herauf. Von „Golden Eye“ bis „Skyfall“ entfaltete sich die unverwechselbare Filmmusik in großer atmosphärischer Dichte. Der gefühlvolle Kontrast kam mit dem genial geführten Altsaxophon des Solisten und Arrangeurs Fynn Großmann im David-Sanborn-Hit „The Dream“.

Danach hielt es im Publikum niemanden mehr auf den Stühlen. Denn der Kult-Hit „Proud Mary“ fuhr in der rockig-mitreißenden Interpretation von Orchester und Sängerin nicht nur in die Hände, sondern so manchem Konzertbesucher auch in die Beine. Das Polizeiorchester Niedersachsen ließen die begeisterten Musikfreunde erst nach zwei Zugaben ziehen. Ihr lang anhaltender Applaus war der verdiente Dank für einen Abend, der beste Unterhaltung auf höchstem Niveau bot und der definitiv ein voll besetztes Haus verdient gehabt hätte.


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