Bitte bis 3. Januar melden Gomel-Kinder suchen Gasteltern in Melle

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Melle. Zum 28. Mal werden in Melle Gastfamilien für Kinder aus der Region Tschernobyl gesucht. Der Zeitraum für den Erholungsaufenthalt im nächsten Jahr: 5. Juni bis 3. Juli. Über Zusagen bis zum 3. Januar würde sich das Organisationsteam freuen.

Der frühe Anmeldetermin hängt mit dem notwendigen hohen bürokratischen Aufwand bei Pass- und Visaangelegenheiten für Weißrussland zusammen. Davon lässt sich das Orga-Team des Meller Arbeitskreises mit Anne Grothaus, Dagmar zur Nedden, Christoph Stiehl, Klaus und Marlies Hinck, Christian Lange, Michael Rietig und Svetlana Degtjarev aber nicht abhalten. Im Gegenteil. Die Gruppe ist zusammengewachsen und fühlt sich bestätigt: „Noch immer sind gesundheitliche Schäden bei Menschen aus der Region Tschernobyl sichtbar und spürbar“, erklärten Anne Grothaus und Dagmar zur Nedden. Die Ferientage in Melle täten den Kindern nachweislich gut und stärkten deren Immunsystem. Außerdem entstünden auf beiden Seiten wertvolle Eindrücke und Erlebnisse, die auch schon zu Freundschaften geführt hätten.

Die schwierige Suche

Die beiden Sprecherinnen verhehlten nicht, dass sie dank des ehrenamtlichen Engagements der bisherigen Beteiligten schon ein bisschen froh sind, Kindern zum 28. Mal einen Aufenthalt zu ermöglichen. „Überall in Niedersachsen verstärkt sich das Problem, Gasteltern zu finden. Der Kirchenkreis Osnabrück hat deshalb schon aufgegeben“, berichtete Dagmar zur Nedden.

Wieder 50 Kinder?

2018 konnten 50 Kinder in Melle untergebracht werden. „Wir hoffen darauf, diese Zahl auch 2019 wieder erreichen zu können“, sagten die Organisatorinnen.

Erstmals sind auch jüngere Kinder dabei: acht bis 14 Jahre alt sind die Jungs und Mädchen jetzt.

Die Landeskirche zahlt den Flug und die Versicherung für die Kinder. Die Gasteltern werden gebeten, die Gomel-Kinder unterzubringen, zu verpflegen und morgens zum Gemeindehaus zu fahren. Es ist aber auch ein Kleinbus für solche Fahrten im Einsatz. Das Programm wird montags bis freitags von 8 bis 14 Uhr im Petri-Gemeindehaus angeboten, um die Gasteltern zu entlasten.

Gesucht werden also jetzt Gasteltern, die je zwei Kinder aufnehmen. „Eine Einladung nach Melle wäre sicherlich das schönste Weihnachtsgeschenk für die Kinder aus Gomel“, so die Organisatoren.

Meldungen bis 3. Januar bitte an Ulrike Kaiser (Petri-Gemeinde) unter 05422/5659 (9 bis 11 Uhr) und Anne Grothaus unter Telefon 05402/5385 oder E-Mail: af.grothaus@t-online.de


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