Anerkennung für zwölf Absolventen Kurs „Ehrenamtliche Seniorenbegleitung“ in Melle abgeschlossen

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Mit Zertifikat und Rosen in den Händen: Die Absolventen und die offiziellen Vertreter am Rande der Feierstunde. Foto: StadtverwaltungMit Zertifikat und Rosen in den Händen: Die Absolventen und die offiziellen Vertreter am Rande der Feierstunde. Foto: Stadtverwaltung

pm Melle. Wohlgesetzte Worte, duftende Rosen und eine schmucke Urkunde: Zum Abschluss des Kursangebotes „DUO. Ehrenamtliche Seniorenbegleitung“ haben jetzt elf Frauen und ein Mann im Evangelischen Familienzentrum am Stadtgraben in Melle-Mitte ihre Zertifikate erhalten.

„Wir freuen uns, neue ehrenamtliche Kräfte für den wichtigen Themenbereich Seniorenbegleitung gewonnen zu haben“, sagt Katja Rauer. Die Seniorenbegleiter stünden nun bereit, um das Wertvollste zu verschenken, das sie besitzen – und zwar ihre Zeit. Das verdiene ein Höchstmaß an Anerkennung.

Ein Stück Lebensqualität

Ähnlich äußerten sich die Kursleiter Torsten Altz und Dirk Tietz sowie Marita Feller vom Familienbüro der Stadt und Anne Schröder-Sternberg als Vertreterin der Katholischen LandvolkHochschule Oesede, die den Ehrenamtlichen ebenfalls zum erfolgreichen Abschluss der Fortbildung gratulierten.

Was aber hat es mit der ehrenamtlichen Seniorenbegleitung auf sich? Dazu Susanne Susanne Klesse vom Seniorenbüro des Landkreises Osnabrück: „Zuhause bleiben in der gewohnten Umgebung – das wünscht sich die Mehrheit der älteren Menschen. Ohne geeignete Unterstützung im Alltag ist dies bei zunehmendem Alter jedoch nicht immer möglich. Die Wege sind weit, und die Familie wohnt nicht in der Nähe. Soziale Kontakte und Geselligkeit kommen da häufig zu kurz.“

Hier setzt das Angebot „Ehrenamtliche Seniorenbegleitung“ an: Der Besuch eines freiwilligen Helfers kann ein Stück Lebensqualität bedeuten und auch eine Entlastung für Angehörige sein. Und oft sind es die kleinen Dinge, die eine große Wirkung haben: Begleitung beim Einkauf, ein gemeinsamer Spaziergang oder aus der Zeitung vorgelesen zu bekommen und gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen. Hauswirtschaftliche Versorgung und Pflege gehören übrigens nicht zum Aufgabenbereich der Seniorenbegleiterinnen und -begleiter. Susanne Klesse weiter: „Gleichzeitig unterbreiten wir mit diesen Kursen auch Menschen ein Angebot, die sich auf der Suche nach einer vielschichtigen ehrenamtlichen Tätigkeit in ihrem Wohnort befinden, sich sozial engagieren und dabei Verantwortung übernehmen möchten.“

50 Stunden Theorie

Die Teilnehmer erwarben in 50 Stunden Theorie und 20 Stunden Hospitation das Rüstzeug für ihre zukünftigen Aufgaben in der ehrenamtlichen Seniorenbegleitung. Sie erhielten Einblicke in die Lebenssituation älterer Menschen. Sie erfuhren etwas über typische Alterserkrankungen, den Umgang mit Einschränkungen in der Mobilität und den Einsatz entsprechender Hilfsmittel. Ergänzt wurde dies durch hilfreiches Wissen zur Kommunikation und über die Rolle als ehrenamtlicher Helfer.

Damit das Angebot in den Kommunen bekannt und genutzt wird, stellen sich die ehrenamtlichen Seniorenbegleiter bei den entsprechenden örtlichen Anlaufstellen vor. In Melle ist dies Katja Rauer, die Freiwilligenkoordinatorin der Stadt, Telefon 05422/965266 oder E-Mail: k.rauer@stadt-melle.de. Sie hat die Kursgruppe bereits kennengelernt und informiert bei Fragen beziehungsweise vermittelt bei Interesse an eine Seniorenbegleitung in Melle. Die Kursgruppe wird weiterhin regelmäßig vom Seniorenbüro des Landkreises Osnabrück und vor Ort durch das Ehrenamtsbüro der Stadt Melle begleitet.


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