Baumwollbeutel gegen Plastik-Inflation Umweltschonende Aktion der Nähfeen der IGS Melle

Von Catharina Kellermann

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Bei strahlendem Sonnenschein fand am Samstag die erste Verteilaktion selbst genähter Umweltbeutel durch Schülerinnen der IGS statt: (von links) Vera Lehmann, Sophie Lichy, Phong Anh Meyer, Nele Linnemann, Leonie Wagner und Christin Wagner. Foto: Catharina KellermannBei strahlendem Sonnenschein fand am Samstag die erste Verteilaktion selbst genähter Umweltbeutel durch Schülerinnen der IGS statt: (von links) Vera Lehmann, Sophie Lichy, Phong Anh Meyer, Nele Linnemann, Leonie Wagner und Christin Wagner. Foto: Catharina Kellermann

Melle. Plastikverpackungen wohin man sieht, Mikroplastik, das man nicht sieht, riesige Plastikstrudel in den Ozeanen und an Plastikmüll verendete Tiere – die Verschmutzung der Erde durch die Erdölprodukte ist mittlerweile besorgniserregend. Mit einer Aktion wollen die Nähfeen der IGS Melle dieser Entwicklung entgegenwirken.

Der Plastikkonsum und -abfall und dessen Vermeidung sind inzwischen auch Thema der Gesetzgebung geworden. Doch was kann der Einzelne dagegen tun? Diese Frage haben sich auch die Nähfeen gestellt, eine Elterngruppe der IGS Melle, und eine Verteilaktion von Baumwollbeuteln durchgeführt.

Plastik vermeiden

Bereits seit mehreren Jahren treffen sich die Mitglieder der Nähfeen einmal wöchentlich zwischen September und Dezember, um sich auf den Adventsbasar der IGS vorzubereiten. Die Idee für das diesjährige Projekt entwickelte sich aus der Frage, wie man Plastik im Alltag vermeiden könne. „Jeder redet darüber,“ erklärte Christin Wagner, die Initiatorin aus der Elterngruppe, „aber kaum jemand macht tatsächlich etwas. Deswegen haben wir beschlossen Umweltbeutel aus Baumwolle zu nähen.“

Diese Beutel stellten die Eltern aus gespendeten Stoffen her. Dadurch ergab sich zwangsläufig eine bunte Vielfalt der Taschen. Bei dem Projekt halfen die drei Schülerinnen der elften Klasse, Nele Linnemann, Phong Anh Meyer und Leonie Wagner, beim Nähen der Beutel mit. Dabei seien sie sehr akribisch und perfektionistisch gewesen, bemerkte Christin Wagner. Eine große Kiste mit den Umweltbeuteln kam so zustande und konnte kostenfrei verteilt werden. Neben den drei Elftklässlerinnen beteiligten sich auch Vera Lehmann und Sophie Lichy aus der fünften Klasse an der ersten Verteilaktion.

Verkauf auf Adventsbasar

Die Gruppe wurde nun auf dem Kirchparkplatz von Christin Wagner mit den Beuteln ausgestattet. Außerdem hatte sie mit heißem Kakao für eine zwischenzeitliche Aufwärmung der fleißigen Verteiler gesorgt. Selbstverständlich stehe sie auch für alle anfallenden Probleme und Fragen für die Schülerinnen zur Verfügung.

Eine Gruppe verteilte im Anschluss die Beutel auf dem Markt und die andere auf der Plettenberger Straße. Drei Nachzüglerinnen erhielten ebenfalls einige Beutel, die sie auf dem Parkplatz hinter Böckmann und auf dem Aldi-Parkplatz verschenkten. „Wir haben noch eine zweite Verteilaktion geplant,“ erläuterte Christin Wagner, „und wenn danach noch Umweltbeutel übrig sind, werden wir diese auf dem Adventsbasar am 1. Dezember verkaufen.“ Ein Hinweis auf den Basar befand sich auch in jeder der verteilten Umweltbeutel.

Sowohl die Nähfeen als auch alle unterstützenden Schüler hoffen, dass mir dieser Aktion nicht nur die Plastikproblematik ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden kann, sondern dass auch ein erster Schritt zur Vermeidung von Plastik gemacht wird. Schließlich reicht es nicht, nur darüber zu reden, man muss ganz konkret etwas tun – und wenn es nur so etwas Einfaches wie die Nutzung eines wiederverwendbaren Baumwollbeutels ist.


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